Microsofts Mega-Rechenzentrum in Bergheim spaltet Politik und Umweltschützer
Krzysztof LöfflerMicrosofts Mega-Rechenzentrum in Bergheim spaltet Politik und Umweltschützer
Microsoft plant den Bau eines großen Hyperscale-Rechenzentrums im Norden von Bergheim. Das Projekt sorgt für Diskussionen – während lokale Politiker es als bedeutenden Fortschritt für die Region feiern, soll der Bau noch in diesem Sommer beginnen, nachdem der Bebauungsplan genehmigt wurde.
Der beschlossene Bebauungsplan sieht ein Rechenzentrum der Superlative vor, wie es Behördenvertreter beschreiben. Bergheims Bürgermeister Volker Mießeler bezeichnete das Vorhaben als „Game-Changer“ für den Wandel der Region von der Kohle hin zu KI-gestützten Industrien. Microsoft hat bereits den ersten Bauantrag eingereicht – ein Zeichen für den zügigen Fortschritt des Projekts.
Die Umweltorganisation BUND kritisiert hingegen die Entscheidung, Ackerland für den Standort zu nutzen. Die Organisation plädiert dafür, stattdessen brachliegende Industrieflächen zu nutzen, was aus ihrer Sicht die nachhaltigere Lösung wäre. Eine Petition mit 79.000 Unterschriften gegen das Vorhaben wurde an Microsoft überreicht, blieb jedoch ohne Antwort.
Die Grünen haben Bedenken hinsichtlich der Wohnraumversorgung geäußert. Angesichts des erwarteten Zuzugs von Fachkräften fordert die Partei den Bau bezahlbarer Wohnungen. Unterdessen werden bereits Pläne für ein zweites Rechenzentrum im benachbarten Bedburg diskutiert.
Das Rechenzentrum soll eine zentrale Rolle bei Bergheims strukturellem Wandel spielen. Trotz anhaltender Kritik von Umweltschützern und Anwohnern wird der Bau bald beginnen. Das Projekt könnte zudem die Entwicklung in der umliegenden Region, einschließlich Bedburgs, beschleunigen.
