Mega-Razzia im Ruhrgebiet: 37 Durchsuchungen wegen Schwarzarbeit und Steuerbetrugs
Krzysztof LöfflerMega-Razzia im Ruhrgebiet: 37 Durchsuchungen wegen Schwarzarbeit und Steuerbetrugs
Großrazzia im Ruhrgebiet: 37 Durchsuchungen wegen Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung
Am 24. März 2026 fand im nordrhein-westfälischen Ruhrgebiet eine großangelegte Razzia statt. Die Behörden vollstreckten im Rahmen von Ermittlungen wegen nicht angemeldeter Beschäftigung und Steuerhinterziehung 37 Durchsuchungsbefehle. Hundertschaftlich waren Beamte mehrerer Behörden an den Durchsuchungen von Wohnungen und Geschäftsräumen beteiligt.
Im Fokus der Aktion stand ein Logistik-Dienstleister, dem vorgeworfen wird, Kurierfahrer systematisch in bar bezahlt und dabei Sozialabgaben vorenthalten zu haben. Die Ermittler verdächtigen die Gruppe zudem, eine kriminelle Vereinigung zur Begehung von Steuerhinterziehung gebildet zu haben.
An der Operation beteiligten sich Bundespolizei, Sondereinsatzkommandos des Zolls sowie Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS). Die Koordination lag beim Zentralen Ansprechpartner für Wirtschaftskriminalität und Finanzstraftaten (ZeFin NRW), dem Hauptzollamt Duisburg und dem Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität (LBF NRW).
Drei Haftbefehle wurden gegen einen 39-jährigen Hauptverdächtigen, einen 29-jährigen Mann und eine 26-jährige Frau vollstreckt. Bei den Durchsuchungen beschlagnahmten die Behörden 174.000 Euro Bargeld und sicherten vorläufig sechs elektrische Lastenräder im Rahmen von Vermögensabschöpfungsmaßnahmen.
Bisher stand kein Logistikunternehmen in der Region in diesem Fall unter Verdacht oder war Gegenstand von Ermittlungen. Die Untersuchungen zu organisierter Schwarzarbeit und kriminellen Machenschaften laufen weiter. Die beschlagnahmten Gelder und Gerätschaften bleiben bis zum Abschluss des Verfahrens sichergestellt. Weitere Details zu möglichen Anklagen oder zusätzlichen Verdächtigen gaben die Behörden bisher nicht bekannt.






