02 February 2026, 21:21

Laumann diskutiert Zukunft der Apotheken im Noweda-Logistikzentrum Essen

Eine Apotheke an einer Straßenecke mit Glaswänden und -türen, Plakate an den Wänden und einer Straße davor.

Laumann diskutiert Zukunft der Apotheken im Noweda-Logistikzentrum Essen

Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat kürzlich das Essener Logistikzentrum von Noweda besucht, einem der größten Arzneimittel-Großhandelslager Europas. Die Einrichtung beliefert täglich rund 1.000 Apotheken in ganz Deutschland. Im Mittelpunkt des Besuchs standen die Herausforderungen, vor denen Apotheken und pharmazeutische Großhändler derzeit stehen.

Minister Laumann begutachtete gemeinsam mit Nowedas Geschäftsführer Bergmann die Abläufe der großflächigen Arzneimitteldistribution. Bei Gesprächen mit dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Michael Kuck und dem Vertriebsleiter Udo Harneit wurden zentrale Themen des Großhandelssektors erörtert.

Thema war auch die feste Apothekengebühr (Apothekenfixum) sowie die laufenden Verhandlungen mit dem GKV-Spitzenverband. Dr. Kuck kritisierte den Entwurf des Apothekenbetriebs- und Versorgungsgesetzes (ApoVWG), da dieser keine faire Anpassung der Gebühren vorsehe. Beide Seiten waren sich einig, dass der vorgeschlagene verhandlungsbasierte Lösungsansatz für die Festgebühr ein erhebliches Hindernis darstelle.

Laumann und Dr. Kuck betonten die unverzichtbare Rolle der Apotheken im deutschen Gesundheitssystem. Erörtert wurden auch erweiterte Dienstleistungen wie Impfungen, Diagnostik und die Versorgung mit Hilfsmitteln, die über Plattformen wie IhreApotheken.de angeboten werden. Um die finanzielle Stabilität zu stärken, schlug Laumann vor, den selbst verhandelten Versorgungszuschlag als zusätzliche Vergütungskomponente im Fünften Buch Sozialgesetzbuch (SGB V) zu verankern.

Der Besuch unterstrich die Bedeutung der Apotheken bei der Bereitstellung essenzieller Gesundheitsleistungen. Das Noweda-Logistikzentrum in Essen bleibt ein zentraler Knotenpunkt für die bundesweite Arzneimittelversorgung. Weitere Gespräche zu Gebührenstrukturen und gesetzlichen Anpassungen werden erwartet.