05 February 2026, 09:11

Laserangriff auf Hubschrauber: Pilot über Willich durch Lichtstrahl geblendet

Ein Militärhubschrauber im Flug, der eine Rakete hält, die Rauch und Feuer ausstößt, mit Text in der unteren linken Ecke.

Laserangriff auf Hubschrauber: Pilot über Willich durch Lichtstrahl geblendet

Am Montagabend wurde ein Hubschrauberpilot während eines Fluges über Willich von einem starken Lichtstrahl vorübergehend geblendet. Der Vorfall, der sich in der Nähe der Neustraße und des Brockelswegs ereignete, wird nun als schwerwiegender Verstoß gegen die Flugsicherheit untersucht.

Gegen 19:10 Uhr am 3. Februar 2026 gab der Pilot an, während eines Seitenwindanflugs von einem intensiven Licht geblendet worden zu sein. Der Strahl, vermutlich von einem Laserpointer, war vom Boden aus auf den Hubschrauber gerichtet worden. Nach wenigen Sekunden verschwand das Licht wieder, sodass der Pilot seine Sicht zurückerlangte und sicher landen konnte.

Nach deutschem Luftrecht stellt eine solche Beeinträchtigung eine Straftat dar. Gemäß § 27 der Luftverkehrs-Ordnung (LuftBO) kann das vorsätzliche Gefährden des Flugbetriebs durch Laserpointer oder gezielte Lichtquellen mit Haftstrafen von bis zu fünf Jahren oder hohen Geldstrafen geahndet werden. In schweren oder wiederholten Fällen können die Strafen laut Urteilen etwa des Landgerichts München sogar bis zu zehn Jahre betragen.

Die Polizei stuft den Vorfall als gefährlichen Eingriff in den Luftverkehr ein und bittet Zeugen, sich unter der Nummer 02162 377-0 an die Verkehrsunfallaufnahme zu wenden, falls sie sachdienliche Hinweise haben.

Die Ermittlungen dauern an. Die Behörden gehen von einer vorsätzlichen Bedrohung der Flugsicherheit aus. Den Verantwortlichen drohen bei einer Verurteilung erhebliche rechtliche Konsequenzen nach den deutschen Luftverkehrsvorschriften.