17 January 2026, 13:47

Kunstakademie Düsseldorf hält an umstrittener Veranstaltung mit Basma al-Sharif fest

Eine Karte von Israel mit den Worten "Vision für Frieden Konzeptkarte" darüber geschrieben, gefüllt mit verschiedenen Blautönen, Grün und Gelb, die verschiedene Regionen des Landes darstellen.

Palästinensischer Künstler tritt nicht an der Akademie auf - Kunstakademie Düsseldorf hält an umstrittener Veranstaltung mit Basma al-Sharif fest

Eine geplante Veranstaltung an der Kunstakademie Düsseldorf mit der palästinensischen Künstlerin Basma al-Sharif hat für Kontroversen gesorgt. Jüdische Gruppen fordern die Absage der Veranstaltung und verweisen dabei auf ihre Aktivitäten in sozialen Medien. Die Akademie hingegen hält an dem Termin fest und beruft sich auf die künstlerische Freiheit sowie eine verantwortungsvolle Diskussion.

Der Streit entbrannte, nachdem jüdische Organisationen – darunter das Netzwerk jüdischer Akademiker:innen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie die Jüdische Gemeinde Düsseldorf – die Abschaffung der Veranstaltung gefordert hatten. Sie werfen al-Sharif vor, in ihren Online-Beiträgen Terrorismus zu verherrlichen und antisemitische Hetze gegen Israel zu verbreiten.

Die Akademie verteidigte ihre Entscheidung, die Künstlerin einzuladen, und verwies auf ihr international anerkanntes Werk. Die Verantwortlichen betonten, dass die Veranstaltung von Studierenden moderiert und durch kontextualisierende Einordnungen begleitet werde, um einen respektvollen Austausch zu gewährleisten. Als Reaktion auf die Kritik führte die Hochschule Gespräche mit den organisierenden Studierenden, um die Erwartungen zu klären. Gleichzeitig bekräftigte sie ihre ablehnende Haltung gegenüber Antisemitismus und jeder Verherrlichung von Gewalt. Trotz des Drucks gab es bisher keine Berichte über Proteste oder Kundgebungen gegen die Veranstaltung.

Die Weigerung der Akademie, die Veranstaltung abzusagen, unterstreicht ihr Bekenntnis zu offenem Diskurs und künstlerischer Entfaltung. Die Diskussion soll unter strengen Richtlinien stattfinden, um ein respektvolles Umfeld zu sichern. Die jüdischen Gruppen bleiben jedoch bei ihrer Ablehnung von al-Sharifs Teilnahme unnachgiebig.