Kreis Steinfurt kämpft gegen Deutschlands traurigen Wildunfall-Rekord
Krzysztof LöfflerKreis Steinfurt kämpft gegen Deutschlands traurigen Wildunfall-Rekord
Kreis Steinfurt hält einen unrühmlichen Rekord in Deutschland – hier gibt es die meisten Wildunfälle des Landes. Allein im vergangenen Jahr wurden über 2.800 solche Zusammenstöße gemeldet. Nun verstärken die Behörden ihre Bemühungen, das Problem in den Griff zu bekommen.
Die reichhaltigen Nahrungsquellen im Münsterland bieten Rehen und anderem Wild ideale Lebensbedingungen – mit der Folge, dass wildbedingte Verkehrsunfälle stark zugenommen haben. Autofahrer sehen sich immer häufiger mit plötzlichen Tierbegegnungen konfrontiert, besonders bei Geschwindigkeiten über 70 km/h.
Polizei und Jäger arbeiten Hand in Hand, um über die Gefahren aufzuklären. Die Konfrontation mit den Folgen solcher Unfälle – etwa einer toten Ricke, die noch ein Kitz im Leib trägt – geht vielen Fahrern tief unter die Haut. Die Kreisverwaltung Steinfurt plant nun weitere Maßnahmen, um die Zahl der Wildunfälle zu verringern.
Die Behörden appellieren an die Autofahrer, besonders in ländlichen und waldreichen Gebieten wachsam zu bleiben. Mit neuen Initiativen soll durch bessere Aufklärung und Zusammenarbeit die Unfallzahl gesenkt werden. Ziel ist es, die Straßen für Mensch und Tier in der Region sicherer zu machen.