10 April 2026, 12:32

Kreis Düren kehrt nach monatelanger Krise zur Normalität zurück

Ein altes 18. Jahrhundert-Karte von Köln, Deutschland, das Gebäude, Bäume und Text auf altem Papier zeigt.

Kreis Düren kehrt nach monatelanger Krise zur Normalität zurück

Kreis Düren beendet Übergangsverwaltung nach monatelanger Unsicherheit

Nach monatelanger Instabilität hat der Kreis Düren offiziell die Phase der kommissarischen Führung beendet. Ferdinand Aßhoff, der vom Land eingesetzte Verwaltungsbeauftragte, wurde im Rahmen einer Abschiedsveranstaltung aus dem Amt verabschiedet. Sein Ausscheiden markiert das Ende einer turbulenten Zeit für den Kreis, die von Skandalen und finanziellen Auseinandersetzungen geprägt war.

Aßhoff hatte das Ruder übernommen, nachdem der Schmuggelaffäre und die Vorwürfe gegen den damaligen Landrat Wolfgang Spelthahn die Verwaltung in eine tiefe Krise gestürzt hatten. Besonders belastend war die Situation für die Mitarbeiter, während Ermittlungen liefen und die Führungsebene suspendiert war. Zu seinen umstrittenen Maßnahmen zählte die Wiedereinführung von Kita-Gebühren – ein Schritt, der auf scharfe Kritik stieß.

Um die Haushaltslage zu konsolidieren, setzte Aßhoff strenge Sparmaßnahmen durch, die die Kommunen vor weiteren Belastungen schützen sollten. Während der Kölner Regierungspräsident Thomas Wilk seine Ernennung zum Beauftragten lobte, teilten nicht alle diese Einschätzung. Der neu gewählte Landrat Ralf Nolten hatte sich öffentlich gegen Aßhoffs Sparpolitik gestellt. Bei der Abschiedsfeier fehlte Nolten – er befand sich laut Angaben im Urlaub.

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Die Zeremonie schloss ein Kapitel für den Kreis Düren ab, doch die Herausforderungen bleiben. Die Folgen der Schmuggelaffäre wirken nach, und das Vertrauen in die lokale Verwaltung muss wiederhergestellt werden. Mit Aßhoffs Abgang liegt die Verantwortung nun bei Nolten. Die finanziellen und reputativen Schäden der jüngsten Skandale erfordern schnelles Handeln. Wie die neue Führung diese Probleme angeht, wird den weiteren Weg des Kreises prägen.

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