Krefelds Medi-Mobil – Lebensretter für Obdachlose seit über 20 Jahren
Karlheinz MiesKrefelds Medi-Mobil – Lebensretter für Obdachlose seit über 20 Jahren
Seit mehr als zwei Jahrzehnten unterstützt eine mobile medizinische Einheit in Krefeld leise einige der verletzlichsten Bewohner der Stadt. Das Medi-Mobil, das seit 2003 gemeinsam von Caritas und Diakonie betrieben wird, bringt einmal pro Woche medizinische Versorgung direkt zu obdachlosen Menschen. Hinter den Kulissen leistet auch die Drogenberatungsstelle essenzielle Dienste, die von der breiten Öffentlichkeit oft übersehen werden.
Kürzlich erhielt die Einrichtung eine finanzielle Unterstützung vom Personalrat der Stadtverwaltung Meerbusch, deren Spende dazu beitragen wird, die wichtige Arbeit aufrechtzuerhalten.
Das Medi-Mobil ist für viele Menschen auf der Straße eine Lebensader. Jede Woche begleiten vier ehrenamtliche Ärztinnen und Ärzte die Einheit, bieten medizinische Untersuchungen, Behandlungen und ein offenes Ohr an. Durch regelmäßige Einsätze an denselben Orten schafft das Team Vertrauen zu Obdachlosen, von denen viele unter schwerer Drogensucht leiden und keinen anderen Zugang zu medizinischer Versorgung haben.
In der Drogenberatungsstelle finden rund 50 bis 80 Stammgäste aus Krefeld und dem benachbarten Meerbusch mehr als nur medizinische Hilfe. Die Einrichtung bietet einen sicheren Raum zum Reden, Wäschewaschen, Duschen sowie Verpflegung. Überwachte Drogenkonsumräume stehen zur Verfügung, betreut von Notfallkräften für den Fall von Überdosen. Ein Großteil dieser Arbeit geschieht abseits der öffentlichen Aufmerksamkeit und deckt Bedürfnisse ab, die von regulären Einrichtungen oft vernachlässigt werden.
Jasmin Sprünken, die Leiterin der Beratungsstelle, betonte die Bedeutung der jüngsten Cent-Spende des Personalrats der Stadtverwaltung Meerbusch. Michael Marschall, Vorsitzender des Personalrats, unterstrich die Notwendigkeit, schwerstabhängige Menschen zu unterstützen, die oft nirgendwo sonst Hilfe finden.
Das Medi-Mobil und die Drogenberatungsstelle schließen weiterhin kritische Lücken in Krefelds sozialer Versorgung. Mit regelmäßiger medizinischer Betreuung, kontrollierten Konsumräumen und grundlegenden Dienstleistungen bieten sie Stabilität für Menschen, die von Obdachlosigkeit und Sucht betroffen sind. Die jüngste Spende sichert diese wichtigen Bemühungen und stellt sicher, dass die Hilfe dort ankommt, wo sie am dringendsten gebraucht wird.






