Krefelds Einzelhandel kämpft trotz mehr Besuchern mit sinkenden Umsätzen
Anatol FrankeKrefelds Einzelhandel kämpft trotz mehr Besuchern mit sinkenden Umsätzen
Einzelhändler in Krefeld durchlebten 2025 ein schwieriges Jahr – trotz mehr Laufkundschaft
Obwohl die Fußgängerfrequenz in der Krefelder Hochstraße um etwa 180.000 Besucher gegenüber 2024 stieg, blieben die Umsätze hinter den Erwartungen zurück. Experten führen den Rückgang auf zurückhaltende Konsumausgaben und die allgemeine wirtschaftliche Schwächephase in der gesamten Region zurück.
Besonders hart traf es die Geschäfte in der Weihnachtszeit: Mehr als die Hälfte der Händler bewertete die Lage als schlechter oder deutlich schlechter als im Vorjahr. Landesweit verzeichneten in Nordrhein-Westfalen rund 50 Prozent der Einzelhändler 2025 umsatzrückläufige Umsätze, während nur jeder Fünfte ein Wachstum verbuchen konnte.
Lokale Kaufleute nannten mehrere Gründe für die Probleme: zögerliche Käufer, übermäßige Bürokratie und steigende Kosten. Höhere Mindestlöhne, explodierende Preise und Verzögerungen bei städtischen Projekten verschärften die Situation zusätzlich. Markus Ottersbach, Vorsitzender des örtlichen Handelsverbands, betonte, dass Krefelds Schwierigkeiten Teil eines bundesweiten Trends seien – mit keinerlei Besserung in Sicht.
Ausblick auf 2026: Gemischte Stimmung und neue Initiativen Mehr als die Hälfte der Unternehmen rechnet für das kommende Jahr mit Stagnation. Etwa ein Drittel bleibt optimistisch und erwartet zumindest stabile Umsätze oder ein leichtes Wachstum. Um die Talfahrt zu bremsen, plant Krefeld eine Sonderkampagne sowie das kürzlich beschlossene Innenstadt-Belebungspaket. Ziel ist es, mehr Besucher anzulocken und die Attraktivität der City wieder zu steigern.
Krefelds Einzelhandel startet mit gespaltenen Erwartungen ins Jahr 2026: Zwar nahm die Besucherzahl in der Hochstraße zu, doch die Kaufbereitschaft blieb aus. Die neuen Maßnahmen der Stadt sollen den Handel beleben – doch ihr Erfolg hängt maßgeblich von der allgemeinen Wirtschaftslage und dem Verbrauchervertrauen ab.






