Kontrollierte Sprengung im Kraftwerk Ibbenbüren: Schornstein fällt am 22. Februar
Kontrollierte Sprengung im Kraftwerk Ibbenbüren: Schornstein fällt am 22. Februar
Am 22. Februar steht im Kraftwerk Ibbenbüren die nächste große kontrollierte Sprengung an. Diesmal werden der Schornstein sowie die Entschwefelungs- und Entstickungsanlagen im Rahmen einer präzise geplanten Aktion zu Boden gehen. Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) wird die Sprengung live übertragen – genau wie bereits beim Abriss des Kühlturms im April 2025.
Das ehemalige RWE-Steinkohlekraftwerk war 2023 an den Übertragungsnetzbetreiber Amprion verkauft worden. Seither räumt das Abrissunternehmen Hagedorn das Gelände, das bis zum Sommer 2026 übergeben werden soll. Jens Hofmann, der Projektleiter des Unternehmens, leitet die aktuelle Phase der Arbeiten.
Die Sprengung hatte sich mehrfach wegen Sicherheitsbedenken verzögert. Nun laufen die Vorbereitungen für den geplanten Einsturz des Schornsteins: Beton aus dem bereits gesprengten Kühlturm wird als Aufprallbett wiederverwendet, während Schrott aus den Entschwefelungsanlagen eingeschmolzen und recycelt wird. Sobald das Gelände bis Juni 2026 vollständig geräumt ist, will Amprion dort eine Umrichterstation errichten. Diese soll Windstrom für die Versorgung von Haushalten in der Region aufbereiten.
Die anstehende Sprengung markiert einen weiteren Schritt in der Umwandlung des Standorts. Nach dem Fall des Schornsteins bleiben nur noch die letzten Aufräumarbeiten, bevor Amprion die Fläche übernimmt. Die neue Umrichterstation wird später eine zentrale Rolle bei der Verteilung erneuerbarer Energien in die heimischen Haushalte spielen.
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