04 May 2026, 08:35

Kontrollierte Sprengung bringt 280 Meter hohen Schornstein des Gersteinwerks zu Fall

Schwarze Zeichnung einer Menge vor einer Fabrik mit Schornsteinen, Häusern im Hintergrund und Text unten: "Die zweite Explosion im Oaks Colliery, Bakersley, England."

Explosion einer 280-Meter-Kaminanlage in Kraftwerk - Kontrollierte Sprengung bringt 280 Meter hohen Schornstein des Gersteinwerks zu Fall

Heute wird der 280 Meter hohe Schornstein des Kraftwerks Gersteinwerk in Werne durch eine kontrollierte Sprengung abgerissen. Der Bau, der zur stillgelegten Kohleanlage des Standorts gehört, soll um 11:00 Uhr zu Fall gebracht werden. Um den Ablauf sicher zu gestalten, wurden umfassende Vorsichtsmaßnahmen getroffen.

Das Kraftwerk Gersteinwerk erzeugt seit 1917 Strom – zunächst mit Kohle, später mit Erdgas. Der Kohleblock wurde 2019 abgeschaltet, und die Rückbauarbeiten stehen kurz vor dem Abschluss. Der nicht mehr genutzte Schornstein wird mit 140 Kilogramm Dynamit gesprengt.

Rund um die Baustelle gilt eine 400 Meter große Sperrzone. Ingenieure haben spezielle Kipplager aus Stahl installiert, um den Sturz des Schornsteins in die geplante Richtung zu lenken. Die Aktion markiert einen wichtigen Schritt bei der Freimachung des Geländes für zukünftige Projekte.

RWE plant am selben Standort ein neues, wasserstofftaugliches Gaskraftwerk mit einer Leistung von etwa 800 Megawatt. Das Vorhaben befindet sich jedoch noch in der Planungsphase – eine finale Investitionsentscheidung steht noch aus.

Mit dem Abriss verschwindet das letzte große Relikt der Kohleära vom Geländes des Kraftwerks Gersteinwerk. Nach der Räumung könnte hier moderne Energieinfrastruktur entstehen. Die vollständige Demontage der ehemaligen Kohleanlage soll bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein.

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