Köln will Parkplätze in Nippes verbieten – um Vorgärten zu retten
Krzysztof LöfflerKöln will Parkplätze in Nippes verbieten – um Vorgärten zu retten
In Köln soll die Ausweisung neuer Parkplätze im Stadtteil Nippes eingeschränkt werden, um die Vorgärten zu schützen. Die Stadtverwaltung hat eine Satzungsänderung vorgeschlagen, die auf mehreren Straßen die Schaffung zusätzlicher Stellflächen blockieren würde. Die Pläne werden im März in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung beraten.
Ziel der neuen Regelungen ist es, den Verlust von Grünflächen im historischen Afrika-Viertel zu stoppen. Stadtvertreter kritisieren, dass Hausbesitzer zunehmend Vorgärten zugunsten von Parkplätzen opfern. Während bestehende Stellflächen und Garageneinfahrten erhalten bleiben, soll das Versiegeln neuer Flächen für nicht zwingend notwendige Zufahrten künftig verboten werden.
Bisher erlaubt die Bauordnung von Nordrhein-Westfalen Grundstückseigentümern, ohne besondere Genehmigung Parkplätze anzulegen. Der Kölner Haus- und Grundbesitzerverein hat den Ansatz der Stadt bereits infrage gestellt und warnt, dass nachträgliche Regulierungen rechtliche Hürden nehmen könnten. Die Vereinigung rechnet mit Widerstand von Anwohnern, die formell Einspruch gegen die Satzung einlegen könnten.
Die geplante Verordnung würde einen Wandel in der Parkraumpolitik von Nippes bedeuten. Falls sie verabschiedet wird, bleiben die Vorgärten zwar erhalten – doch es könnten Konflikte zwischen der Stadt und den Eigentümern entstehen. Die endgültige Entscheidung fällt im Ausschuss für Stadtentwicklung nach der März-Sitzung.






