17 June 2026, 17:32

Klimaproteste am Flughafen Köln/Bonn: Sechs Aktivist:innen angezeigt und mit hohen Kosten konfrontiert

Festgehalten am Flughafen - Aktivisten angeklagt

Klimaproteste am Flughafen Köln/Bonn: Sechs Aktivist:innen angezeigt und mit hohen Kosten konfrontiert

Der Flughafen Köln/Bonn hat Anzeige gegen sechs Klimaaktivist:innen wegen zweier getrennter Protestaktionen in diesem Sommer erstattet. Die Vorfälle führten zu erheblichen Behinderungen des Flugbetriebs. Die Behörden leiten nun rechtliche Schritte ein und fordern finanziellen Schadensersatz für die entstandenen Kosten.

Am 24. Juli 2024 sollen sich fünf Aktivist:innen auf eine Startbahn geklebt und damit den Flugverkehr für drei Stunden lahmgelegt haben. Jede dieser Personen muss sich nun wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs verantworten; die vorläufigen Kostenrechnungen belaufen sich auf jeweils rund 4.100 Euro.

Ein zweiter Protest ereignete sich am 15. August, als sich zwei Demonstrant:innen an einer Zufahrtsstraße zu einer Startbahn festsetzten. Diese Aktion unterbrach den Flugbetrieb für etwa eine Stunde. Den beiden Beteiligten werden voraussichtlich Kosten in Höhe von knapp 3.250 Euro pro Person in Rechnung gestellt.

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Bisher steht noch nicht fest, ob ein förmliches Verfahren eingeleitet wird; ein Prozesstermin wurde ebenfalls noch nicht anberaumt. Die Fälle werden vom Amtsgericht Köln bearbeitet. Die Flughafenleitung behält sich vor, weitere Forderungen geltend zu machen – die vorläufigen Schätzungen für die entstandenen Schäden liegen bei etwa 125.000 Euro. Auch die Fluggesellschaft Eurowings kündigte an, Entschädigungszahlungen zu verlangen, und beziffert ihre vorläufigen Verluste auf knapp 284.000 Euro. Die juristische Aufarbeitung aller sechs Fälle läuft noch.

Quelle