KI-Hologramme bewahren Stimmen von Holocaust-Überlebenden für die Ewigkeit
Anatol FrankeKI-Hologramme bewahren Stimmen von Holocaust-Überlebenden für die Ewigkeit
Neues Holocaust-Mahnmal in Düsseldorf: Überlebende erzählen mit KI und Hologrammen für die Zukunft
In Düsseldorf hat ein neues Holocaust-Mahnmal-Projekt seine Pforten geöffnet, das die Stimmen von Überlebenden für kommende Generationen bewahren soll. Die Initiative setzt auf moderne KI- und Hologrammtechnologie, um realistisch wirkende, interaktive 3D-Aufnahmen von Menschen zu erstellen, die die Schoa überlebt haben – der hebräische Begriff für den Holocaust, der „große Katastrophe“ bedeutet.
Die Staatskanzlei Düsseldorf gab die Eröffnung des Projekts bekannt, das sich darauf konzentriert, die Zeugnisse der Überlebenden zugänglicher zu machen. Zwei Begleitausstellungen, „Frag!“ und „Untergrund. Unter Zwang“, ergänzen das Mahnmal. Beide sind darauf ausgelegt, Besucherinnen und Besucher mit persönlichen Schicksalen aus der Zeit des Holocaust zu konfrontieren – ein Begriff, der vom griechischen holókaustos („vollständig verbrannt“) abstammt.
Für die technische Umsetzung verantwortlich ist David Rosler, Gründer der USC Shoah Foundation. Sein Team hat aufgezeichnete Interviews in interaktive Hologramme verwandelt, die es Besuchenden ermöglichen, Fragen zu stellen und in Echtzeit Antworten zu erhalten. Zur Eröffnung werden die Überlebenden Eva Weyl und Abraham Lehrer anwesend sein und von ihren eigenen Erfahrungen berichten. Das zentrale Anliegen des Projekts ist es, sicherzustellen, dass die direkten Erlebnisse auch dann lebendig und zugänglich bleiben, wenn die letzten Zeitzeuginnen und Zeitzeugen nicht mehr unter uns sind. Durch die Verbindung von Technologie und historischer Erinnerung hoffen die Verantwortlichen, eine dauerhafte Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu schlagen.
Die Eröffnung des Mahnmals markiert einen wichtigen Schritt, die Holocaust-Bildung durch moderne Medien lebendig zu halten. Mit interaktiven Hologrammen und den begleitenden Ausstellungen bietet das Projekt eine neue Möglichkeit, die Geschichten der Überlebenden zu hören. Ihre Berichte erreichen nun ein Publikum in einem Format, das Jahrzehnte überdauern soll.