JVA Willich I wächst: Zweite Bauphase fast fertiggestellt und setzt neue Maßstäbe
Krzysztof LöfflerJVA Willich I wächst: Zweite Bauphase fast fertiggestellt und setzt neue Maßstäbe
Justizvollzugsanstalt Willich I in Nordrhein-Westfalen wird massiv ausgebaut – zweite Bauphase steht kurz vor der Fertigstellung
Die Justizvollzugsanstalt Willich I in Nordrhein-Westfalen durchläuft eine umfassende Erweiterung, deren zweite Bauphase nun nahezu abgeschlossen ist. Das Projekt schafft über 6.500 Quadratmeter zusätzliche Nutzfläche, darunter ein neues Haftgebäude sowie erweitere Einrichtungen. Nach der Fertigstellung wird die Anstalt 768 Haftplätze bieten und damit neue Maßstäbe für moderne Strafvollzugsinfrastruktur in der Region setzen.
Die erste Bauphase wurde im Juni 2024 abgeschlossen, als das Haftgebäude 1 mit 400 Zellen von der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) an die Gefängnisverwaltung übergeben wurde. In diesem Abschnitt entstanden zudem die meisten Werkstätten sowie ein Multifunktionsgebäude – alles konzipiert, um eine resozialisierungsorientierte Inhaftierung zu unterstützen.
Bevor mit der zweiten Phase begonnen werden konnte, wurden Teile des alten Gefängniskomplexes abgerissen. Der Bau von Haftgebäude 2 startete im August 2023, nachdem die Abrissarbeiten planmäßig im selben Sommer abgeschlossen worden waren. Das neue Gebäude umfasst 368 Zellen, darunter zwei barrierefreie, sowie einen zweigeschossigen Trakt mit einer sozialtherapeutischen Abteilung und einer Behandlungsstation.
Die gesamte Anlage erstreckt sich nun über 27.000 Quadratmeter und verfügt über zwei Haftgebäude, Werkstätten, ein Multifunktionsgebäude und eine große Freiluft-Sportanlage. Allein Haftgebäude 2 macht rund 6.000 Quadratmeter der Erweiterung aus und unterstreicht den Fokus der Anstalt auf zeitgemäße Resozialisierungsprogramme.
Mit dem abgeschlossenen Ausbau erhöht sich die Gesamtkapazität der JVA Willich I auf 768 Haftplätze. Die neuen Einrichtungen – darunter Werkstätten und Therapieeinheiten – sollen die Bedingungen für sowohl Inhaftierte als auch Mitarbeiter verbessern. Das Projekt markiert einen bedeutenden Schritt bei der Modernisierung des Strafvollzugs in Nordrhein-Westfalen.






