20 March 2026, 16:32

Junge Menschen verlieren das Vertrauen in die Demokratie – Studie zeigt alarmierende Trends

Ein Plakat mit der Aufschrift "Mangel an Bildung: Der Teufelskreis" in fetter schwarzer Schrift, das chaotische, unorganisierte Bilder von Menschen verschiedenen Alters, Geschlechts und Ethni- tät zeigt.

Junge Menschen verlieren das Vertrauen in die Demokratie – Studie zeigt alarmierende Trends

Eine neue Studie aus Nordrhein-Westfalen zeigt eine wachsende Unzufriedenheit junger Menschen mit der Demokratie. Nur die Hälfte der Befragten ist mit der Funktionsweise des aktuellen politischen Systems zufrieden. Die Ergebnisse verdeutlichen zudem einen besorgniserregenden Anstieg undemokratischer Einstellungen – viele wünschen sich eine stärkere, zentralisierte Führung.

Bundesbildungsministerin Karin Prien warnt vor dem Einfluss extremistischer Inhalte im Netz. Junge Menschen seien zunehmend misogynen, gewaltverherrlichenden und radikalen Ansichten in sozialen Medien, Chatgruppen und auf Gaming-Plattformen ausgesetzt, so die Ministerin.

Die Studie unterteilt die Befragten in drei Gruppen: überzeugte Demokraten, "fragile Demokraten" und Demokratiegegner. Besonders bei jüngeren Altersgruppen zeigt sich eine nachlassende Unterstützung für die Demokratie. Fast die Hälfte der Befragten glaubt, die Gesellschaft würde von "einer starken Partei", die den Volkswillen vertritt, profitieren.

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Obwohl 73 Prozent der Jugendlichen angeben, in der Schule über Demokratie gelernt zu haben, fühlen sich nur 57 Prozent sicher darin, selbstständig politische Informationen zu finden. Viele wünschen sich zudem eine stärkere Thematisierung politischer Inhalte im Unterricht – 76 Prozent fordern eine Ausweitung der politischen Bildung.

Prien betont, dass die klassische politische Bildung kaum gegen die rasante Verbreitung radikaler Online-Inhalte ankommt. Junge Menschen stießen in digitalen Räumen auf extremistisches Gedankengut, die Schulen nur schwer kontrollieren oder begleiten könnten. Die Studie zeigt außerdem: Wer mit dem eigenen Leben zufrieden ist, bewertet auch gesellschaftliche Verhältnisse und die Demokratie positiver.

Die Ergebnisse machen deutlich, dass politische Bildungsangebote dringend modernisiert werden müssen. Schulen stehen vor der Herausforderung, auf die Gefahren der Online-Radikalisierung zu reagieren. Angesichts der Tatsache, dass nur die Hälfte der Jugendlichen mit der Demokratie zufrieden ist, unterstreicht die Studie die Dringlichkeit, demokratische Werte in der nächsten Generation zu stärken.

Quelle