27 December 2025, 11:14

Julia Cruschwitz diskutiert in Lünen über Femizide und Gewalt gegen Frauen

Eine Frau in einem grünen T-Shirt steht auf einer Demonstration und hält ein weißes Schild in der Hand, während viele andere Menschen hinter ihr stehen.

Julia Cruschwitz diskutiert in Lünen über Femizide und Gewalt gegen Frauen

Öffentliche Lesung und Diskussion in Lünen zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

Am 1. Dezember 2025 fand in Lünen eine öffentliche Lesung und Diskussion anlässlich des Internationalen Tags zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen statt. Die Autorin Julia Cruschwitz stellte im Bürgerzentrum Persiluhr ihr Buch „Femizide: Die Tötung von Frauen in Deutschland“ vor. Rund 30 Besucher:innen nahmen an dem Abend teil, der zum Nachdenken und Dialog anregen sollte.

Veranstaltet wurde die Abends von der Stelle für Gleichberechtigung und Frauenangelegenheiten der Stadt Lünen, der örtlichen Volkshochschule und der Stadtbibliothek. Heike Tatsch, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, eröffnete die Veranstaltung und moderierte das Gespräch zwischen Cruschwitz und dem Publikum.

Cruschwitz las zentrale Passagen aus ihrem Buch, das sich mit Gewalt gegen Frauen in der Gesellschaft und dem dringenden Bedarf an präventiven Maßnahmen auseinandersetzt. Zudem präsentierte sie Erkenntnisse aus ihrer Forschung und wies auf wiederkehrende Muster bei Femiziden sowie systemische Versäumnisse im Schutz der Betroffenen hin. Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Sensibilisierung für Überlebende geschlechtsspezifischer Gewalt, wobei gleichzeitig die Bedeutung von Prävention auf kommunaler und politischer Ebene betont wurde. Die Anwesenden gingen mit der Autorin ins Gespräch und stellten Fragen zu ihrer Arbeit sowie deren Relevanz für lokale Initiativen.

Der Abend endete mit einem Appell zu anhaltender Wachsamkeit und Unterstützung für von Gewalt Betroffene. Cruschwitz’ Buch und die Veranstaltung selbst sollten weitere Gespräche und Handlungsimpulse in Lünen und darüber hinaus anstoßen. Die Organisator:innen unterstrichen die Notwendigkeit kontinuierlicher Aufklärung und Solidarität im Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt.