26 January 2026, 15:18

„Jagd & Hund“ 2026: Trophäenjagd-Debatte überschattet Europas größte Jagdmesse in Dortmund

Eine Buchseite zeigt verschiedene Hundezuchten, darunter einen Jagdhund, mit begleitendem Text, der detaillierte Informationen zu jeder Zucht bereitstellt.

Jagdmesse lockt mit Hirschrufen, Jagdwissen und Neuheiten - „Jagd & Hund“ 2026: Trophäenjagd-Debatte überschattet Europas größte Jagdmesse in Dortmund

Europas größte Jagdmesse, Jagd & Hund, findet im Januar 2026 in Dortmund statt. Die Veranstaltung wird Zehntausende Besucher anziehen, wobei über 700 Aussteller aus 36 Ländern die neuesten Entwicklungen in Sachen Jagdausrüstung, Schusswaffen und Geländefahrzeuge präsentieren. Doch die Messe hat bereits eine Debatte über die Bewerbung von Trophäenjagden in Afrika ausgelöst.

Auf der jährlichen Fachmesse werden mehr als 1.300 Jagdhunde aus 59 Rassen ihre Fähigkeiten täglich unter Beweis stellen. Zudem treten Deutschlands beste Hirschrufer im Wettbewerb gegeneinander an, während Köche auf dem Wild Food Festival Gerichte aus Wildbret zubereiten.

Mit fast 468.000 lizenzierten Jägern bundesweit bleibt Deutschland ein zentraler Standort für den Jagdsport. Allein in Nordrhein-Westfalen gibt es nahezu 100.000 von ihnen. Die Messe vereint traditionelle und moderne Aspekte der Jagd Kultur.

Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland fordert jedoch ein Verbot der Vermarktung afrikanischer Jagdreisen auf der Messe. Kritiker argumentieren, dass die Werbung für Trophäenjagden auf Wildtiere wie Elefanten und Löwen ethisch fragwürdig sei.

Die Jagd & Hund bleibt ein zentrales Ereignis für die Jägerschaft und bietet neue Ausrüstung sowie Wettbewerbe. Doch die Einbindung afrikanischer Trophäenjagden stößt auf Widerstand bei Aktivisten. Die Veranstalter erwarten trotzdem eine starke Besucherresonanz – trotz der anhaltenden Kontroverse.