Iris Berben: Warum sie nach 20 Jahren Beziehung bewusst auf die Ehe verzichtet

Susan auch Schlauchin
Susan auch Schlauchin
2 Min.
Eine Zeichnung einer Frau in einem Kleid im Stil der 1960er Jahre mit einem Kragen, langen Ärmeln und einem Plisseerock, die mit ausgestreckten Armen und leicht geneigtem Kopf steht, mit der Aufschrift "1960er Jahre" auf dem Papier.Susan auch Schlauchin

Iris Berben: Sahen Keinen Grund für Heirat - Iris Berben: Warum sie nach 20 Jahren Beziehung bewusst auf die Ehe verzichtet

Schauspielerin Iris Berben lebt seit fast 20 Jahren in einer Beziehung – ohne jemals ihren Partner geheiratet zu haben. Die 75-jährige Star erklärt, sie habe nie einen Grund gesehen, vor den Traualtar zu treten. Ihre Haltung spiegelt ein lebenslanges Bekenntnis zur Unabhängigkeit wider, geprägt von den gesellschaftlichen Umbrüchen der 1960er-Jahre.

Berben wuchs in einer Zeit auf, in der Frauen mit strengen rechtlichen Beschränkungen konfrontiert waren. Noch in den 1960er-Jahren benötigten verheiratete Frauen in Deutschland die Erlaubnis ihres Ehemanns, um arbeiten zu dürfen. Diese überholten Regelungen ließen sie früh an traditionellen Normen zweifeln.

Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich das deutsche Recht deutlich weiter. 1977 wurde die Pflicht zur Zustimmung des Ehemanns für eine Berufstätigkeit der Frau abgeschafft. Drei Jahre später folgte die Einführung des Grundsatzes gleichen Lohns für gleiche Arbeit. 1986 wurde der Elternurlaub für beide Elternteile geöffnet – nicht mehr nur für Mütter. Ein weiterer Fortschritt gelang 2015, als Deutschland eine Frauenquote für Führungspositionen in Unternehmen vorschrieb und den Schutz vor Diskriminierung am Arbeitsplatz stärkte.

Für Berben bestätigten diese Veränderungen ihre Überzeugung von persönlicher Freiheit. Seit 2005 lebt sie mit ihrem Partner Heiko Kiesow zusammen, doch ihre Autonomie war ihr stets wichtiger als eine formelle Ehe. Eine Heirat, betont sie, sei für ihr Glück und ihre Bindung nie notwendig gewesen.

Berbens Entscheidung zeigt, wie weit die Rechte der Frauen seit den 1960er-Jahren vorangekommen sind. Rechtliche Reformen garantieren heute gleiche Chancen in Beruf, Familie und Führungspositionen. Doch ihre Geschichte macht auch deutlich: Persönliche Freiheit bleibt eine zutiefst individuelle Wahl.

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