01 January 2026, 05:00

Ingolstadt leuchtet im November lila gegen die Todesstrafe

Ein Buch mit einer Abbildung von Menschen und Text auf dem Cover.

Ingolstadt leuchtet im November lila gegen die Todesstrafe

Ingolstadt erstrahlt im November in Lila als Zeichen gegen die Todesstrafe

Vom 28. bis 30. November wird Ingolstadt sein Rathaus im Rahmen einer weltweiten Kampagne gegen die Todesstrafe in Lila erstrahlen lassen. Die Aktion steht im Vorfeld der Teilnahme der Stadt an der Initiative Städte für das Leben – Cities for Life am 30. November, die von der Gemeinschaft Sant’Egidio organisiert wird. Bürgermeister Erik Lierenfeld bekräftigte damit das Engagement Ingolstadts für die weltweite Abschaffung der Todesstrafe.

Erst kürzlich hatte die Generalversammlung der Vereinten Nationen eine Resolution verabschiedet, die zur Abschaffung der Todesstrafe aufruft. Am 20. November 2024 stimmten 130 Länder dafür – ein deutlicher Zuwachs an Unterstützung im Vergleich zu früheren Jahren. Diplomatenberichten zufolge sprachen sich 19 Staaten für ein entsprechendes Moratorium aus, während sich Russland, China und der Niger dagegen aussprachen. Zwölf Nation enthielten sich der Stimme.

Trotz wachsender Ablehnung nehmen Hinrichtungen und Todesurteile in einigen Krisenregionen jedoch zu. Obwohl viele Länder die Todesstrafe noch immer gesetzlich verankert haben, leiteten einige Reformen ein. So diskutieren oder überarbeiten derzeit Pakistan, Vietnam und Japan ihre Regelungen zu capital punishment. In Ingolstadt beteiligen sich nahezu 300 Städte am Netzwerk Städte für das Leben. Ingolstadt zeigt Flagge, indem es das Rathaus illuminiert und auf die Thematik aufmerksam macht. Ziel der Initiative ist es, das menschliche Leben zu verteidigen und die weltweite Abschaffung der Todesstrafe voranzutreiben.

Mit ihrer Teilnahme unterstreicht Ingolstadt sein Bekenntnis zu den Menschenrechten und zur Ablehnung der Todesstrafe. Die Maßnahmen der Stadt fügen sich in die globalen Bestrebungen ein – von der UN-Resolution bis zur Kampagne Städte für das Leben. Sie spiegeln die anhaltenden Debatten und Reformen wider, die weltweit um die Todesstrafe geführt werden.