Inflation in Deutschland sinkt: Wird 2026 die Wende zu stabilen Preisen bringen?
Karlheinz MiesAlltagsleben ist nur leicht teurer - Inflation in Deutschland sinkt: Wird 2026 die Wende zu stabilen Preisen bringen?
In den vergangenen Jahren haben sich die Inflationsraten in Deutschland dramatisch verändert. Nach einem steilen Anstieg im Jahr 2022 hat sich das Tempo der Preiserhöhungen stetig verlangsamt. Neue Prognosen deuten nun auf eine Rückkehr zu stabileren Werten bis 2026 hin.
Die Lebenshaltungskosten stiegen 2022 um 7,1 Prozent – vor allem getrieben durch die wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Kriegs. Dieser Anstieg folgte auf eine deutlich ruhigere Phase: 2020 hatten sich die Verbraucherpreise nur um 0,5 Prozent erhöht.
2023 blieb die Inflation mit 5,6 Prozent hoch. Doch 2024 verlangsamte sich die Rate deutlich auf 2,2 Prozent. Der Trend setzte sich bis Ende 2025 fort, wobei Nordrhein-Westfalen im Dezember eine Inflationsrate von nur noch 1,8 Prozent verzeichnete.
Für die Zukunft prognostiziert die Deutsche Bundesbank eine nationale Inflationsrate von 2,2 Prozent für 2026 – leicht unter dem Wert von 2,3 Prozent im Jahr 2025. Andere Schätzungen weichen davon ab: Trading Economics und die EZB erwarten 1,9 Prozent, während das IMK und die KfW mit 2,0 Prozent rechnen.
Die jüngsten Zahlen deuten auf eine schrittweise Entspannung der Inflationsdynamik hin. Sollten sich die Prognosen bewahrheiten, könnte sich die Teuerungsrate in Deutschland bis 2026 bei etwa 2 Prozent einpendeln. Das wäre eine deutliche Abkehr von den starken Preisschüben zu Beginn des Jahrzehnts.