20 December 2025, 00:32

Ikon der Schwulenbewegung - Rosa von Praunheim verstorben

Ein Collage mit Menschen, die auftreten, einer Statue und einem Gebäude.

Ikon der Schwulenbewegung - Rosa von Praunheim verstorben - Ikon der Schwulenbewegung - Rosa von Praunheim verstorben

Ikone der Schwulenbewegung – Rosa von Praunheim stirbt mit 83 Jahren

Ikone der Schwulenbewegung – Rosa von Praunheim stirbt mit 83 Jahren

Ikone der Schwulenbewegung – Rosa von Praunheim stirbt mit 83 Jahren

Rosa von Praunheim, Pionier der Schwulenrechte und prägende Figur des queeren Kinos, ist im Alter von 83 Jahren verstorben. Wie sein Umfeld mitteilte, starb er am Dienstagabend überraschend, aber friedlich in Berlin. Erst vergangene Woche hatte er nach Jahrzehnten der Partnerschaft seinen langjährigen Lebensgefährten Oliver Sechting geheiratet.

Geboren 1942, wurde von Praunheim mit Filmen bekannt, die gesellschaftliche Normen herausforderten. Sein Werk „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“ (1971) löste Empörung aus und inspirierte die ersten Christopher-Street-Day-Paraden in Deutschland. Zu seinen weiteren bedeutenden Filmen zählten „Das Bett“ und „Rex Gildo: Der letzte Tanz“, während sein letztes Projekt „Satanische Sau“ 2025 erschien.

1991 sorgte er für Schlagzeilen, als er Prominente wie Alfred Biolek und Hape Kerkeling im Live-Fernsehen outete. Über das Kino hinaus setzte er sich früh für Safer Sex während der AIDS-Krise ein und nutzte seine Plattform, um aufzuklären und gesellschaftlichen Wandel voranzutreiben. Bekannt für seine provokante Art, sprach von Praunheim offen über seine unkonventionellen Überzeugungen. So äußerte er den Wunsch, im Jenseits von nackten Männern und Tieren umgeben zu sein, und behauptete, an Sex über den Tod hinaus zu glauben. Zudem wünschte er sich einen Regenbogen auf seinem Grabstein – ein letztes Zeichen von Stolz und Widerstand.

Rosa von Praunheim hinterlässt ein Erbe aus furchtlosen Aktivismus und bahnbrechender Kunst. Seine Filme und öffentlichen Aktionen prägten die queere Kultur in Deutschland und weltweit. Sein Tod markiert das Ende eines Lebens, das er dem Kampf um Sichtbarkeit und Akzeptanz widmete.