Hunderte protestieren in Nörvenich gegen deutsche Atomwaffen-Politik und NATO-Übung
Krzysztof LöfflerHunderte protestieren in Nörvenich gegen deutsche Atomwaffen-Politik und NATO-Übung
Rund 150 Menschen versammelten sich heute in Nörvenich bei Düren, um gegen Atomwaffen zu protestieren. Die Demonstration richtete sich gegen die Beteiligung Deutschlands am NATO-Programm zur nuklearen Teilhabe, das nach Ansicht von Kritikern gegen internationales Recht verstößt. Die Protestierenden skandierten Parolen und forderten die Entfernung aller Atomwaffen aus dem Land.
Die Kundgebung wurde von über 30 Friedensgruppen organisiert, die sich gegen Deutschlands Rolle bei einer bevorstehenden NATO-Atomwaffenübung aussprechen. Das Manöver, das nächste Woche beginnen soll, wird auch Kampfflugzeuge vom Flugplatz Nörvenich einbeziehen. Die dort stationierten Tornado- und Eurofighter-Jets sind Teil des Programms.
Ein Sprecher der Demonstranten forderte den vollständigen Abzug der Atomwaffen von deutschem Boden. Die Veranstalter betonten zudem ihre Unterstützung für die jüngsten Friedensbemühungen zwischen Israel und den Palästinensern. Während des Marsches riefen die Teilnehmer immer wieder: „Nein zu Atomwaffen!“
Der Protest findet im Vorfeld einer geplanten NATO-Übung mit deutscher Beteiligung statt. Die Demonstranten machten deutlich, dass sie die nukleare Teilhabe sowie die Stationierung von Atomwaffen im Land ablehnen. Die Aktion spiegelt die anhaltenden Bedenken gegenüber den militärischen Verpflichtungen Deutschlands im Rahmen des Bündnisses wider.






