Historisches Hotel Lou Calen in Cotignac feiert Comeback nach 20 Jahren
Krzysztof LöfflerHistorisches Hotel Lou Calen in Cotignac feiert Comeback nach 20 Jahren
Das historische Hotel Lou Calen in Cotignac, Frankreich, hat nach über zwei Jahrzehnten des Leerstands wieder seine Türen geöffnet. Ursprünglich 1972 gegründet, zog das Haus einst prominente Gäste wie David Bowie und Pink Floyd an. Nun hat es unter neuer Führung eine Verwandlung durchlaufen und ist zu einem lebendigen Kulturzentrum mit Kunstgalerie, Bar und Gästezimmern geworden.
Die Geschichte des Lou Calen begann 1944, als ein zehnjähriges Mädchen namens Huguette während der Befreiung von Cotignac von einem amerikanischen Soldaten einen Ring geschenkt bekam. Jahrzehnte später kaufte sie ein Haus neben einem Nonnenkloster im Dorf und verwandelte es 1972 in ein Hotel mit Restaurant. Ihre Leidenschaft für die provenzalische Küche prägte die Speisekarte – und ihr Erbe wirkt bis heute in der Küche des Hauses nach.
Fast 30 Jahre lang war das Lou Calen ein Anziehungspunkt für Künstler und Musiker, darunter David Bowie und Mitglieder von Pink Floyd. Doch 1999 schloss das Hotel seine Pforten und stand über 20 Jahre lang leer. 2015 erwarb der kanadische Unternehmer Graham Porter das Anwesen, restaurierte es behutsam und stattete es mit modernen Annehmlichkeiten aus, ohne dabei seinen Charme zu zerstören.
Heute zieht das Hotel ein internationales Publikum an, insbesondere Amerikaner, die die entspannte Atmosphäre und die ländliche Idylle schätzen. Huguette, mittlerweile in ihren 90ern, bleibt dem Ort, den sie einst schuf, eng verbunden. Ihre Rezepte und Erinnerungen inspirierten sogar ein Kochbuch mit dem Titel "Huguette Carens Kochbuch: Historische provenzalische Küche", das ihre kulinarischen Traditionen bewahrt.
Die Wiedereröffnung des Lou Calen hat einem historischen Juwel neues Leben eingehaucht. Mit seiner Mischung aus Kunst, Kultur und provenzalischer Küche lockt das Hotel weiterhin Besucher aus aller Welt an. Dank Huguettes anhaltendem Einfluss bleibt es eine Hommage an die Vergangenheit – und gleichzeitig ein Ort, der die Zukunft umarmt.






