Hellweg beantragt Eigenverwaltung – 2.900 Jobs in der Schwebe
Susan auch SchlauchinHellweg beantragt Eigenverwaltung – 2.900 Jobs in der Schwebe
Die Dortmunder Baumarktkette Hellweg hat Eigenverwaltung beantragt. Der Schritt folgt dem Entzug der Handelskreditversicherung, der das Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten stürzte. Sanierungsexperten haben inzwischen die Geschäftsführung übernommen.
Die Probleme von Hellweg begannen nach dem Ende der Pandemie-Beschränkungen. Die Umsätze sanken stetig, belastet durch steigende Baukosten, hohe Energiepreise und anhaltende Inflation. 2023 verzeichnete das Unternehmen trotz eines Umsatzes von 672 Millionen Euro einen Verlust von 104 Millionen Euro.
Auch die gesamte deutsche Baumarktbranche verzeichnet einen Rückgang. Die Umsätze fielen von 20,92 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 20,58 Milliarden Euro im Jahr 2025. Der Insolvenzantrag von Hellweg wurde offiziell beim Amtsgericht Essen eingereicht.
Von der Pleite betroffen sind 2.900 Mitarbeiter im ganzen Land. Sie erhalten für die nächsten drei Monate Insolvenzgeld, während das Sanierungsverfahren läuft. Das Unternehmen wird nun unter neuer Führung weitergeführt, um die Finanzen zu stabilisieren. Für die Belegschaft beginnt eine unsichere Phase, doch sie hat vorerst finanzielle Absicherung. Das Ergebnis des Insolvenzverfahrens wird entscheiden, wie es mit Hellweg im hart umkämpften Baumarkt weitergeht.






