Grenzüberschreitende Katastrophenübung in Gangelt testet internationale Rettungskoordination
Karlheinz MiesGrenzüberschreitende Katastrophenübung in Gangelt testet internationale Rettungskoordination
Großübung für den Katastrophenfall in Gangelt: Rettungskräfte aus drei Ländern im Einsatz
Am Samstag fand in Gangelt im Kreis Heinsberg eine große internationale Notfallübung statt. Dabei arbeiteten Rettungsteams aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien zusammen, um einen simulierten Massenunfall mit zahlreichen Verletzten zu bewältigen. Über 30 Behörden und Organisationen aus der Euregio-Rhein-Maas nahmen teil, um die grenzüberschreitende Koordination in einer Krisensituation zu testen.
Das Szenario sah einen schweren Verkehrsunfall vor, an dem ein Gefahrguttransporter, ein Reisebus und mehrere Pkw beteiligt waren. Dutzende Personen wurden als Verletzte behandelt. Niederländische Einheiten in spezieller Schutzkleidung sicherten die auslaufende gefährliche Substanz aus dem Lkw.
Drohnen-Teams überflogen die Unfallstelle und lieferten Echtzeit-Bewertungen der Lage. Die Kreisstraße 13, die zugleich als Umgehungsstraße für Gangelt dient, blieb während der Übung gesperrt. Der Verkehr konnte erst am späten Samstagabend nach Abschluss der Maßnahme wieder freigegeben werden.
Die Organisatoren betonten den Erfolg der Übung und hoben die gute Zusammenarbeit hervor – trotz unterschiedlicher Gesetze und Notfallsysteme in den drei Ländern. Ähnliche Großübungen wie die Hochwasserübung Maas 2023 in Aachen und Maastricht hatten in den vergangenen Jahren bereits Schlüsselorganisationen wie das deutsche THW, die niederländische Brandweer Limburg-Noord und den belgischen Katastrophenschutz eingebunden.
Die Übung bestätigte die Wirksamkeit der grenzüberschreitenden Notfallhilfe in der Euregio. Die Teams aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien zeigten, dass sie auch unter Druck Hand in Hand arbeiten können. Nach Abschluss der Übung wurde die Kreisstraße 13 wieder freigegeben; weitere Beeinträchtigungen gab es nicht.






