Gewalt gegen Bahnmitarbeiter: «Ich wurde oft allein gelassen» – eine Zugbegleiterin bricht ihr Schweigen
Gewalt gegen Bahnmitarbeiter: «Ich wurde oft allein gelassen» – eine Zugbegleiterin bricht ihr Schweigen
Eine Zugbegleiterin aus Saerbeck bricht ihr Schweigen: Gewalttaten gegen die Bahn in Deutschland nehmen dramatisch zu
Mandy Brune, die seit 1997 bei der Deutschen Bahn arbeitet, engagiert sich nun in einer Kampagne, die auf die täglichen Gefahren aufmerksam machen soll, denen Bahnangestellte ausgesetzt sind. Offizielle Zahlen belegen einen besorgniserregenden Anstieg der Übergriffe: Allein in den ersten zehn Monaten des Jahres 2025 wurden fast 3.000 Straftaten gegen Beschäftigte registriert.
Brune hat im Laufe ihrer Karriere immer wieder verbale Beleidigungen, Drohungen und sogar körperliche Einschüchterungen erlebt. Besonders prägend seien für sie die Vorfälle, bei denen Fahrgäste nicht eingriffen und sie aggressive Situationen allein bewältigen musste. Doch in letzter Zeit beobachte sie einen kleinen Wandel: Einige Reisende stellten sich mittlerweile auf ihre Seite, wenn Konflikte eskalierten.
Die Kampagne "Nie vergessen: Hier arbeitet ein Mensch!" soll Passagiere für die Realität von Mitarbeitern wie Brune sensibilisieren. Die Initiatoren hoffen, dass mehr Bewusstsein für das Problem die Feindseligkeit verringert und Zuschauer ermutigt, bei Übergriffen einzugreifen.
Neithard von Böhlen, Gewerkschaftsführer, fordert dringend Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit. Zu seinen Kernforderungen zählen die Besetzung von Zügen mit zwei Mitarbeitern pro Schicht, die verpflichtende Einführung von Körperkameras für das Personal sowie eine spezielle Staatsanwaltschaft für Gewaltdelikte gegen Bahnbedienstete. Der Vorstoß kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Zahlen für 2025 zeigen: Im Schnitt gibt es täglich fünf körperliche Angriffe und vier Drohungen gegen Beschäftigte der Deutschen Bahn.
Erste Erfolge der Kampagne sind bereits spürbar – Brune berichtet von mehr Solidarität seitens der Fahrgäste in Konfliktsituationen. Doch das Ausmaß der Gewalt bleibt alarmierend: Fast 3.000 Straftaten in weniger als einem Jahr. Während Behörden und Gewerkschaften für strengere Schutzmaßnahmen kämpfen, gibt es keine Anzeichen dafür, dass die Angriffe auf Bahnmitarbeiter nachlassen.
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