19 June 2026, 10:22

Gewalt am Arbeitsplatz: Wie interdisziplinäre Netzwerke Beschäftigte schützen können

#safeOnDuty: Chancen und Synergien des grenzüberschreitenden Austauschs / Diskussionsrunde des Präventionsnetzwerks #safeOnDuty beleuchtet lokale Zusammenarbeit zur Gewaltprävention

Gewalt am Arbeitsplatz: Wie interdisziplinäre Netzwerke Beschäftigte schützen können

Gewalt am Arbeitsplatz betrifft viele Bereiche – von Schulen über Krankenhäuser bis hin zum Straßenbau. Am Dienstag, dem 8. Juli 2025, veranstaltete das Präventionsnetzwerk #SicherImJob eine Online-Diskussion unter dem Titel SAFE HOUR, um das Thema zu beleuchten. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie fachübergreifende Zusammenarbeit Beschäftigte besser schützen kann.

Die SAFE HOUR-Veranstaltung widmete sich dem Thema „Netzwerk im Fokus: Chancen und Synergien der interdisziplinären Zusammenarbeit“. Dr. Norman Hecker, Chefarzt am Evangelischen Klinikum Gelsenkirchen, berichtete über die Belastungen im Rettungsdienst. Er schilderte häufige verbale und körperliche Angriffe, die sein Team an die Grenzen bringen.

Ulrike Purz, Schulleiterin der Gesamtschule Buer-Mitte, teilte ihre Erfahrungen aus dem Schulalltag. Sie sprach von Drohungen, Beleidigungen und einer wachsenden Respektlosigkeit unter Schüler:innen und Eltern. Dr. Sascha Kaiser, Direktor bei Strassen.NRW, ergänzte, dass Straßenarbeiter:innen bei Tätigkeiten wie Vegetationspflege oder der Absicherung von Baustellen zunehmend mit aggressiven Konflikten konfrontiert seien.

Christian Bredau von der Kriminalpräventiven Beratungs- und Opferhilfestelle der Polizei Gelsenkirchen gab Fachkräften Tipps zum Umgang mit Gewaltvorfällen. Er bestätigte, dass Arbeitsplatzgewalt ein branchenübergreifendes Problem sei. Die Teilnehmenden waren sich einig: Nachhaltiger Schutz erfordert gemeinsames Handeln und starke Netzwerke.

In Gelsenkirchen gibt es bereits lokale Initiativen zur besseren Vernetzung, etwa den „Runden Tisch Gewaltprävention“ für Schulen und abgestimmte Notfallpläne. Die SAFE HOUR-Reihe wird fortgesetzt; weitere Termine sind auf der Website www.safeatwork.nrw zu finden.

Die Diskussion unterstrich die Notwendigkeit eines gemeinsamen Vorgehens gegen Gewalt am Arbeitsplatz. Die bestehenden Strukturen in Gelsenkirchen zeigen, wie Zusammenarbeit den Schutz von Beschäftigten stärken kann. Weitere SAFE HOUR-Termine sind geplant, um den Dialog fortzuführen.

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