22 March 2026, 12:34

Gericht kippt Vuelings Handgepäckgebühren – ein Sieg für Fluggäste

Schwarzes und weißes Bild von Reisenden in einem Flughafen, einige sitzen auf Bänken, andere stehen mit Gepäck, mit einem Mann und einer Frau, die Taschen halten, in der Mitte und Fensterläden links.

Gericht kippt Vuelings Handgepäckgebühren – ein Sieg für Fluggäste

Ein deutsches Gericht hat die Handgepäckregelung von Vueling als ungerecht gegenüber Passagieren verurteilt. Das Oberlandesgericht Hamm entschied, dass die Fluggesellschaft kostenlose Handgepäckstücke nicht länger auf eine kleine Tasche beschränken darf. Das Urteil folgt auf eine Klage des Verbandes der Verbraucherzentralen (vzbv), der argumentierte, dass zusätzliche Gebühren für größere Gepäckstücke gegen EU-Recht verstoßen.

Das Gericht bestätigte, dass Handgepäck ein grundlegender Bestandteil des Flugreiseverkehrs sei. Es stellte klar, dass Airlines keine Zusatzgebühren erheben dürfen, sofern die Gepäckstücke vernünftige Größen- und Gewichtsgrenzen einhalten. Vuelings bisherige Regelung erlaubte nur ein kleines Stück (20 x 30 x 40 cm) kostenlos, während für alles Größere Extragebühren anfielen.

Ramona Popp, die Vorstandsvorsitzende des vzbv, kritisierte Fluggesellschaften dafür, vage Regelungen auszunutzen. Sie argumentierte, dass die aktuellen Richtlinien zu Verwirrung führten und versteckte Kosten für Reisende verursachten. Popp forderte klarere Gesetze und schlug vor, dass jedes Ticket ein persönliches Handgepäckstück sowie einen Standard-Kabinenkoffer mit mindestens 115 cm Gesamtgröße und bis zu 10 kg Gewicht beinhalten solle.

Der vzbv hat zudem rechtliche Schritte gegen EasyJet, Eurowings und Wizz Air wegen ähnlicher Praktiken eingeleitet. Unterdessen begannen heute in Brüssel Verhandlungen über eine Aktualisierung der EU-Fluggastrechte, einschließlich der Handgepäckregelungen.

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Das Urteil zwingt Vueling, seine Handgepäckrichtlinie umgehend zu ändern. Passagiere müssen künftig keine Zusatzgebühren mehr für angemessen große Kabinengepäckstücke zahlen. Die Entscheidung könnte einen Präzedenzfall für andere Airlines darstellen, die in Deutschland mit ähnlichen Klagen konfrontiert sind.

Quelle