Fritz Schramma verlässt CDU nach 50 Jahren wegen interner Machtkämpfe
Anatol FrankeFritz Schramma verlässt CDU nach 50 Jahren wegen interner Machtkämpfe
Fritz Schramma, langjähriges CDU-Mitglied, hat die Partei nach fast fünf Jahrzehnten verlassen. Sein Austritt erfolgt vor dem Hintergrund scharfer Kritik an der Führung und den internen Gepflogenheiten des Kölner Parteiverbands. Der ehemalige Politiker nannte tiefe Unzufriedenheit mit jüngsten Entscheidungen als Grund für seinen Rückzug.
Schrammas Schritt folgt auf die Kommunalwahlen in Köln, bei denen er die Personalpolitik der Partei scharf verurteilte. Besonders kritisierte er die erneute Berufung derselben Funktionäre in Schlüsselpositionen der Fraktion. Sein Vorwurf: Damit fehle es an frischem Kurs und Verantwortungsbereitschaft.
In seiner Austrittserklärung bezeichnete Schramma die Kölner CDU als "führungslos". Besonders frustriert zeigte er sich über Serap Güler, die Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete, der es nicht gelungen sei, echten Wandel herbeizuführen. Trotz seiner Kritik am Ortsverband würdigte er die übergeordneten Erfolge der Partei unter Landeschef Hendrik Wüst und Bundesvorsitzendem Friedrich Merz.
Vor seinem Abschied rief Schramma jüngere Mitglieder dazu auf, Reformen voranzutreiben. Er forderte sie auf, die Initiative zu ergreifen und die Zukunft der Partei neu zu gestalten – mit der Warnung, dass Stillstand nur weiteren Einflussverlust bedeute.
Mit Schrammas Austritt endet eine 50-jährige Mitgliedschaft in der CDU. Seine Kritik an der Kölner Führung hat interne Spannungen offenbart. Die Folgen könnten die lokalen Verantwortlichen nun unter Druck setzen, sich den Forderungen nach mehr Transparenz und Erneuerung zu stellen.






