Frauenstreik in Mönchengladbach fordert am 9. März radikale Gleichberechtigung
Anatol FrankeFrauenstreik in Mönchengladbach fordert am 9. März radikale Gleichberechtigung
Frauenstreik in Mönchengladbach am 9. März – Organisatorinnen fordern strukturelle Veränderungen
Am 9. März findet in Mönchengladbach ein Frauenstreik statt, organisiert von der Orga Zelle Mönchengladbach. Die Aktion soll auf systemische Ungleichheiten aufmerksam machen, denen Frauen in bezahlter und unbezahlter Arbeit ausgesetzt sind. Die Initiatorinnen beschreiben den Streik als Aufruf zum Handeln – für alle, die von diesen Missständen betroffen sind oder sich gegen sie stellen.
Koordiniert wird der Streik von einem kleinen Team aus sechs Frauen, das Teil einer bundesweiten Initiative des Töchterkollektivs ist. Zur Unterstützung werden noch Freiwillige gesucht, die beim Verteilen von Flyern oder am Aktionstag selbst mithelfen. Interessierte können sich unter [email protected] melden.
In Mönchengladbach leisten Frauen einen überproportionalen Anteil an bezahlter und unbezahlter Arbeit. Besonders Care-Arbeit wird gesellschaftlich unterbewertet und schlecht entlohnt. Soziale und pflegerische Berufe leiden unter chronischer Unterfinanzierung, während Beratungsstellen für Gewaltbetroffene mit einer überlasteten Nachfrage kämpfen. Alleinerziehende in der Stadt sehen sich zudem wachsendem finanziellen und emotionalen Druck ausgesetzt. Der zentrale Kundgebungspunkt des Streiks ist der Sonnenhausplatz, wo die Organisatorinnen strukturellen Wandel und eine gerechtere Anerkennung der Leistungen von Frauen fordern werden.
Ziel des Streiks ist es, tief verwurzelte Ungerechtigkeiten in den Arbeits- und Sozialsystemen Mönchengladbachs offenzulegen. Durch die Vernetzung betroffener Gruppen und Unterstützer:innen soll die Aktion konkrete Verbesserungen bei Finanzierung, Löhnen und Unterstützungsangeboten vorantreiben. Die Initiatorinnen rufen die Bevölkerung auf, sich am 9. März zu beteiligen und die Forderungen mit Nachdruck zu verbreiten.