20 April 2026, 04:29

Fortuna Düsseldorf und NRW streiten um 1,7 Millionen Corona-Hilfen – Gericht schlägt Vergleich vor

Ein Mann im Anzug in einer hitzigen Diskussion hält ein Mikrofon gegen eine hölzerne Wand als Hintergrund, Bezug nehmend auf die Suspendierung der Philippinen vor Gericht wegen COVID-19-Beteiligung.

Streit um Corona-Hilfe: Fortuna Düsseldorf prüft Ende - Fortuna Düsseldorf und NRW streiten um 1,7 Millionen Corona-Hilfen – Gericht schlägt Vergleich vor

Ein Rechtsstreit um COVID-19-Hilfsgelder zwischen Fortuna Düsseldorf und dem Land Nordrhein-Westfalen könnte bald beendet werden. Das Oberverwaltungsgericht in Münster hat einen Vergleichsvorschlag unterbreitet, um den Konflikt beizulegen. Beide Seiten haben nun etwa vier Wochen Zeit, um eine Einigung auszuhandeln, bevor das Verfahren weitergeht.

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Der Streit begann, als das Land die Rückzahlung von rund 1,7 Millionen Euro an Pandemiehilfen von Fortuna Düsseldorf forderte. Der Verein argumentierte, seine finanziellen Verluste seien auf Spiele ohne Zuschauer während der Krise zurückzuführen. Das Land hingegen behauptete, ein Teil des Umsatzrückgangs sei auf den Abstieg des Teams in die 2. Bundesliga im Jahr 2020 zurückzuführen.

Im April 2025 entschied das Verwaltungsgericht Düsseldorf zugunsten Fortunas und blockierte die Rückforderungsanforderung. Die Richter kritisierten das Land für eine inkonsistente Verteilung der Hilfsgelder und wiesen darauf hin, dass ein anderer Verein in Ostwestfalen trotz ähnlicher abstiegsbedingter Verluste Mittel erhalten habe. Das Urteil der Vorinstanz ist noch nicht rechtskräftig, sodass die 1,7 Millionen Euro vorerst eingefroren bleiben.

Das Oberverwaltungsgericht hat nun einen Kompromiss vorgeschlagen. Zwar deutete es an, dass das ursprüngliche Urteil voraussichtlich auch in der Berufung Bestand hätte, schlug jedoch eine Teilrückzahlung von unter 500.000 Euro vor. Für einen Vergleich müsste Fortuna Düsseldorf seine Klage teilweise zurückziehen.

Falls keine Einigung zustande kommt, wird das Gerichtsverfahren fortgesetzt. Ein Vergleich würde es Fortuna Düsseldorf ermöglichen, den Großteil der umstrittenen Gelder zu behalten und nur einen kleineren Betrag zurückzuzahlen. Der Vorschlag des Gerichts überlässt das letzte Wort beiden Parteien.

Quelle