Forscher:innen testen, wie die 15-Minuten-Stadt den urbanen Güterverkehr revolutioniert
Anatol FrankeForscher:innen testen, wie die 15-Minuten-Stadt den urbanen Güterverkehr revolutioniert
Ein neues Forschungsprojekt untersucht, wie das Konzept der „15-Minuten-Stadt“ den urbanen Güterverkehr beeinflussen könnte. Unter der Leitung der Bergischen Universität Wuppertal zielt das POTUS-Projekt darauf ab, nachhaltige Lösungen für die Bewältigung der wachsenden Liefernachfrage in Städten zu entwickeln.
Im Mittelpunkt der Studie steht die Frage, wo und warum der Güterverkehr besonders stark ansteigt. Die Forscher:innen analysieren, wie Merkmale einzelner Stadtteile – etwa ein hoher Anteil junger Bewohner:innen – den Bedarf an Lieferungen prägen. Zudem sollen Datenlücken identifiziert werden, die die Verkehrsplanung erschweren und regelmäßige Erhebungen für innovative Ansätze erfordern.
An dem Vorhaben beteiligt sich ein internationales Team aus Österreich, Schweden, Frankreich, Italien, Düsseldorf und Wiesbaden. Die Gruppe erforscht Möglichkeiten, Daten aus verschiedenen europäischen Ländern vergleichbar zu machen und für eine bessere Planung des städtischen Güterverkehrs zu nutzen. Dabei wird auch geprüft, ob lokale Lieferketten und kurze Wege in Städten praktikabel sind.
Die Finanzierung des Projekts stammt aus dem europäischen Programm „Driving Urban Transitions“ sowie aus nationalen Quellen und beläuft sich auf rund 1,4 Millionen Euro. Die Professur für Güterverkehrsplanung und Transportlogistik der Bergischen Universität Wuppertal koordiniert die Arbeiten.
Ziel des Projekts ist es, handlungsrelevante Erkenntnisse für einen nachhaltigen urbanen Güterverkehr zu liefern. Durch die Schließung von Datenlücken und die Analyse lokaler Faktoren könnte es Städten helfen, effizientere und klimafreundlichere Lieferysteme zu entwickeln. Die Ergebnisse könnten zudem die weitere Verbreitung des „15-Minuten-Stadt“-Konzepts fördern.






