18 June 2026, 22:22

Forscher entwickeln umweltfreundliches Pestizid aus Bakterien für nachhaltige Landwirtschaft

Nachhaltige Pestizide für die Landwirtschaft

Forscher entwickeln umweltfreundliches Pestizid aus Bakterien für nachhaltige Landwirtschaft

Ein Forschungsteam der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) hat ein Projekt gestartet, um ein umweltfreundliches Pestizid auf Basis von Bakterien zu entwickeln. Die vom Bund geförderte Initiative zielt darauf ab, eine nachhaltige Alternative zu synthetischen Chemikalien zu schaffen und unterstützt damit Deutschlands Bestrebungen hin zu einer grüneren, kreislauforientierten Wirtschaft.

Die Nachwuchsforschungsgruppe PyreComm, geleitet von Dr. St. Elmo Wilken, wird in den nächsten fünf Jahren ein neues Bioverfahren erforschen. Ihr Ziel ist die Herstellung von Pyrethrin-Verbindungen – die ursprünglich aus der Dalmatinischen Insektenblume gewonnen werden – mithilfe des Bakteriums Vibrio natriegens. Die Mikroorganismen sollen in Bioreaktoren mit holzbasierten Rohstoffen gezüchtet werden, um die Nachhaltigkeit des Prozesses zu gewährleisten.

Das Team setzt dabei auf fortschrittliche Stoffwechselmodellierung und Messverfahren, um effiziente mikrobielle Gemeinschaften zu entwickeln. Dieser Ansatz steht im Einklang mit der Nationalen Bioökonomiestrategie, die den Verbrauch nicht erneuerbarer Ressourcen verringern soll. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert das Vorhaben mit rund 2,7 Millionen Euro.

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Die Methode von PyreComm könnte die Zulassung im Rahmen der EU-Farm-to-Fork-Strategie beschleunigen. Das Projekt reagiert damit auf den Bedarf an sichereren Pestiziden, da die derzeitigen synthetischen Varianten zwar für die Ernährungssicherheit unverzichtbar sind, aber erhebliche Umweltrisiken bergen.

Die Arbeit der HHU-Forschenden bietet eine vielversprechende Lösung für die nachhaltige Pestizidproduktion. Mit bundesweiter Unterstützung und innovativen Techniken könnte das Projekt zu einer umweltfreundlicheren Landwirtschaft beitragen. Eine zügige Zulassung nach EU-Vorgaben würde seine Wirkung zusätzlich verstärken.

Quelle