Ford streicht Tausende Jobs in Köln – Elektroflaute zwingt zum radikalen Sparprogramm
Susan auch SchlauchinDer Schreckgespenst der Entlassungen verschwindet bei Ford - Ford streicht Tausende Jobs in Köln – Elektroflaute zwingt zum radikalen Sparprogramm
Ford kündigt am Standort Köln Tausende Stellenstreichungen an – Teil einer Strategie zur Kostensenkung und Rückkehr in die Gewinnzone. Der Schritt folgt auf schwächere als erwartete Absatzzahlen bei Elektrofahrzeugen, die das Unternehmen zwangen, die Produktion zurückzufahren. Die Belegschaft ist bereits seit 2019 deutlich geschrumpft, nun stehen weitere Kürzungen bevor.
Zu Jahresbeginn strich Ford in Köln fast 1.000 Produktionsstellen – die Schichtarbeit wurde von zwei auf eine Schicht reduziert. Diese Entscheidung war eine Reaktion auf den Nachfrageeinbruch bei den Elektromodellen. Seither verringerte sich die Belegschaft von etwa 10.500 auf rund 9.000 Mitarbeiter, gegenüber noch 18.000 im Jahr 2019.
Ursprünglich hatte das Unternehmen am deutschen Standort 2.900 Stellenabbau geplant. Statt betriebsbedingte Kündigungen auszusprechen, meldeten sich genug Beschäftigte freiwillig für einen Abgang, sodass Zwangsentlassungen vermieden wurden. Rund 2.100 Mitarbeiter nahmen Abfindungsangebote an, weitere 800 Stellen fallen weg, da Teile des Geschäfts verkauft werden.
Aktuell verhandelt Ford über die Veräußerung der Werkzeugbau- und Druckgussabteilungen. Zwar wurden noch keine offiziellen Käufer genannt, doch das Unternehmen könnte diese Bereiche künftig auslagern oder in Partnerschaften überführen. Mehr Beschäftigte zeigten Interesse an Abfindungen als nötig, sodass hier nur ein geringer Überschuss bleibt.
Die Umstrukturierung soll die Finanzen des Konzerns stabilisieren, nachdem die Elektroauto-Verkäufe hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind. Mit der nun schlankeren Belegschaft rechnet Ford mit Einsparungen, die zur Wiederherstellung der Profitabilität beitragen sollen. Die Zukunft einiger Abteilungen bleibt jedoch ungewiss, während die Gespräche mit potenziellen Investoren andauern.