FDP fordert Pflicht-Deutschtests für Vierjährige vor der Einschulung
Susan auch SchlauchinFDP fordert Pflicht-Deutschtests für Vierjährige vor der Einschulung
FDP-Chef Christian Dürr schlägt verbindliche Deutschtests für alle Vierjährigen in Deutschland vor. Sein Argument: Nur Kinder mit ausreichenden Sprachkenntnissen sollten zwei Jahre später zur Schule zugelassen werden. Das Vorhaben soll langfristige Nachteile verhindern, die durch Sprachbarrieren in der Bildung entstehen.
Dürr betont, dass die meisten Vierjährigen bereits über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen, um einen solchen Test zu bestehen. Kinder, die durchfallen, sollen verpflichtende Sprachförderung erhalten und vor Schulbeginn erneut geprüft werden. Er warnt, dass mangelnde Deutschkenntnisse zu einem katastrophalen Start in die Schullaufbahn führen könnten – mit Folgen für die gesamte schulische Entwicklung der Kinder.
Der Politiker kritisiert die aktuelle Bildungspolitik und verweist auf Niedersachsens Entscheidung, die schriftliche Division aus dem Lehrplan zu streichen – begründet mit Problemen bei der Sprachentwicklung. Auch lehnt er den Vorschlag Nordrhein-Westfalens ab, Schulaufgaben in den Herkunftssprachen der Schüler zuzulassen. Dies sei ein Schritt in die falsche Richtung.
Trotz Dürrs Initiative haben Stand Februar 2026 erst vier der 16 Bundesländer konkrete Pläne oder Gesetze für solche Tests eingeführt. Die übrigen zwölf Länder haben bisher keine entsprechenden Maßnahmen ergriffen.
Laut dem Vorschlag müssten Kinder zwei Jahre vor der Einschulung ihre Deutschkenntnisse nachweisen. Wer die Anforderungen nicht erfüllt, erhält zusätzliche Sprachförderung und eine Nachprüfung. Dürrs Plan unterstreicht die wachsende Sorge, dass Sprachdefizite die schulische Zukunft von Kindern entscheidend prägen könnten.






