10 June 2026, 00:52

Eurowings setzt auf grünen Flugkraftstoff aus Düsseldorf – doch der Preis bleibt ein Problem

Nachhaltiger Flugtreibstoff: Eurowings und Start-up werden Partner

Eurowings setzt auf grünen Flugkraftstoff aus Düsseldorf – doch der Preis bleibt ein Problem

Eurowings und Greenlyte vereinbaren Partnerschaft für nachhaltigen Flugkraftstoff in Düsseldorf

Eurowings und das Unternehmen Greenlyte haben eine Kooperation vereinbart, um am Flughafen Düsseldorf nachhaltigen Flugkraftstoff (SAF, Sustainable Aviation Fuel) herzustellen. Die Vereinbarung, die durch eine unterzeichnete Absichtserklärung besiegelt wurde, sieht vor, dass die Airline in den ersten drei Betriebsjahren die gesamte Produktion aus Greenlytes neuer „Reallabor“-Anlage abnimmt. Das Projekt markiert einen Schritt in Richtung umweltfreundlicherer Luftfahrt, auch wenn weiterhin Herausforderungen bei den Kosten und der Skalierbarkeit bestehen.

Die geplante Anlage wird Greenlytes „From-Air-into-Tank“-Verfahren nutzen, um Kohlendioxid aus der Atmosphäre zu filtern und mit grünem Wasserstoff zu kombinieren. Der so erzeugte synthetische Kraftstoff wird anschließend zu SAF verarbeitet, wobei die Produktion voraussichtlich 2028 starten soll. Ein Teil des benötigten Stroms wird von einer Solaranlage am Flughafen geliefert.

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Mit den Bauarbeiten soll 2027 begonnen werden, nachdem die behördlichen Genehmigungsverfahren, die bereits 2023 eingeleitet wurden, abgeschlossen sind. Die Anlage wird jährlich etwa 150 Tonnen SAF produzieren – genug, um rund 60 Flüge zwischen Düsseldorf und Palma de Mallorca zu betanken, vorausgesetzt, der Kraftstoff wird zu 50 Prozent mit herkömmlichem Kerosin gemischt. Allerdings bleibt der Preis ein Hindernis: Derzeit ist SAF bis zu zehnmal teurer als herkömmlicher Flugtreibstoff.

Eurowings-CEO Jens Bischof betonte die Notwendigkeit, die Verfügbarkeit von SAF zu erhöhen und die Preise zu senken, um eine breitere Nutzung zu ermöglichen. Die geschätzten Investitionen für das Projekt belaufen sich auf über 10 Millionen Euro – ein Zeichen für die hohen Kosten, die mit der Skalierung nachhaltiger Kraftstoffproduktion verbunden sind.

Im Rahmen der Partnerschaft wird Eurowings den gesamten in Düsseldorf produzierten SAF in den ersten drei Jahren abnehmen. Sollte das Vorhaben erfolgreich sein, könnte es einen Beitrag zur Reduzierung der Luftfahrtemissionen leisten. Dennoch bleibt der hohe Preis des synthetischen Kraftstoffs eine Hürde. Der Start der Anlage 2028 wird ein Testfall für die großtechnische SAF-Produktion in Europa sein.

Quelle