Europas größte Second-Life-Batteriefabrik startet in Aachen mit Gigawatt-Plänen
Karlheinz MiesEuropas größte Second-Life-Batteriefabrik startet in Aachen mit Gigawatt-Plänen
Voltfang eröffnet Europas größte Fabrik für Second-Life-Batteriespeicher in Aachen
Das Unternehmen Voltfang hat in Aachen Europas größte Produktionsstätte für Energiespeichersysteme aus gebrauchten E-Auto-Batterien in Betrieb genommen. Die wiederverwerteten Akkus werden zu großskaligen Stromspeicherlösungen umfunktioniert. Zudem sicherte sich das Start-up in einer aktuellen Finanzierungsrunde über 15 Millionen Euro für sein weiteres Wachstum.
Die neue Fabrik befindet sich in den ehemaligen Produktionshallen von Next.e.GO im TRIWO Technopark und umfasst 6.000 Quadratmeter. Die Fläche lässt sich erweitern, um Speichersysteme mit einer jährlichen Gesamtkapazität von bis zu einem Gigawattstunde (GWh) herzustellen.
Voltfangs Produktionsleistung wächst rasant: 2023 lag die Speicherkapazität noch bei 5 Megawattstunden (MWh), 2024 vervierfachte sich die Menge auf 20 MWh. Bis 2026 strebt das Unternehmen eine Kapazität von 250 MWh an. Parallel dazu entwickelt Voltfang sein Venma-Energie-Management-System mit KI weiter, um die Effizienz zu steigern.
Die Series-B-Finanzierungsrunde wurde von Forward.One angeführt. Die Investition soll Voltfang helfen, die Produktion hochzufahren und die steigende Nachfrage nach nachhaltigen Speicherlösungen zu bedienen.
Laut Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme wird Deutschland bis 2030 Großspeicher mit einer Kapazität von 100 GWh benötigen, bis 2045 sogar 180 GWh. Mit der neuen Fabrik und den frischen Finanzmitteln ist Voltfang gut aufgestellt, um einen bedeutenden Beitrag zu leisten. Der Fokus auf Second-Life-Batterien bietet dabei eine besonders ressourcenschonende Alternative für die Energiespeicherung.
