EU-Projekt ODYSSEV revolutioniert das Laden von Elektroautos mit Hochvolt-Technik
Anatol FrankeEU-Projekt ODYSSEV revolutioniert das Laden von Elektroautos mit Hochvolt-Technik
EU-gefördertes Projekt beschleunigt Laden von E-Autos und verlängert Reichweite
Ein neues, von der EU finanziertes Projekt arbeitet daran, das Laden von Elektrofahrzeugen zu beschleunigen und ihre Reichweite zu erhöhen. Unter dem Namen ODYSSEV konzentriert sich die Initiative auf Hochvolt-Systeme, die Gewicht reduzieren, Kosten senken und die Effizienz steigern. Offiziell gestartet wurde das Projekt Anfang 2026 mit einer Auftaktveranstaltung in Zaragoza, Spanien.
Das auf 42 Monate angelegte Vorhaben vereint 14 Partner aus acht europäischen Ländern, darunter Universitäten sowie große Unternehmen wie Mitsubishi Electric Europe und ZF Friedrichshafen. Ihr Ziel: die Entwicklung von Antriebssystemen mit Spannungen von über 800 Volt, die schnelleres Laden und längere Strecken mit einer einzigen Batterieladung ermöglichen sollen.
ODYSSEV deckt den gesamten Entwicklungsprozess ab – von fortschrittlichen Halbleitern über die Integration in Schlüsselkomponenten bis hin zu einem maßgeschneiderten Elektromotor. Das Team arbeitet zudem an Herausforderungen wie Isoliermaterialien, Batteriemanagement und der Zuverlässigkeit von Halbleitern bei Spannungen von über 1.000 Volt. Digitale Werkzeuge wie Modellierung und Simulation helfen, die Systeme vor realen Tests zu optimieren.
Der erste Prototyp wird auf der Teststrecke LaSiSe in Selm, Deutschland, erprobt. Das nächste Projekttreffen findet im Juni an der Fachhochschule Dortmund statt.
Langfristig soll ODYSSEV neue Sicherheitsstandards für Hochvolt-Elektrofahrzeuge setzen. Bei Erfolg könnte die Technologie Ladezeiten verkürzen und die Reichweite erhöhen – und damit zwei zentrale Hürden für die breitere Akzeptanz von E-Autos überwinden. Tests und Entwicklungen laufen noch bis Ende 2029.






