Essener Fachkonferenz diskutiert neue Strategien gegen Kinderarmut und Prävention
Susan auch SchlauchinEssener Fachkonferenz diskutiert neue Strategien gegen Kinderarmut und Prävention
Fachdiskussion in Essen: Neue Wege gegen Kinderarmut und bessere Präventionsstrategien
Eine kürzliche Fachveranstaltung in Essen hat innovative Ansätze zur Bekämpfung von Kinderarmut und zur Verbesserung von Präventionsmaßnahmen in den Fokus gerückt. Organisiert von der Steuerungsgruppe kinderstark brachte die Tagung Ende Oktober Forscher:innen, Verwaltungsmitarbeitende und lokale Verantwortungsträger:innen im UNESCO-Weltkulturerbe Zeche Zollverein zusammen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Städte Kinder und Jugendliche durch abgestimmte, wirkungsorientierte Maßnahmen besser unterstützen können.
Eröffnet wurde die Veranstaltung von Gerda Holz, die aktuelle Forschungsergebnisse zu Kinderarmut und den Herausforderungen vorstellte, mit denen Kommunen in der Präventionsarbeit konfrontiert sind. Ihre Erkenntnisse bildeten die Grundlage für die anschließenden Diskussionen darüber, wie lokale Dienstleistungen diese Probleme effektiver angehen können.
Stefan Schmidt von schmidt evaluation aus Köln hielt einen Hauptvortrag über wirkungsorientierte Steuerung. Er betonte die Notwendigkeit strukturierter Prozessbegleitung, um sicherzustellen, dass Präventionsprogramme messbare Ergebnisse erzielen.
Sybille Krüger, Leiterin der kinderstark-Koordinierungsstelle, unterstrich diesen Punkt. Sie argumentierte, dass Präventionsmaßnahmen klare Ziele verfolgen müssten, um im Leben von Kindern tatsächlich etwas zu bewirken.
Auch Carsten Bluhm, Leiter des Essener Jugendamts, kam zu Wort. Er bezeichnete Teilhabe und Chancengerechtigkeit als unverzichtbar für eine funktionierende Gesellschaft und verband diese Prinzipien mit der laufenden Präventionsarbeit der Stadt.
Die Diskussionen knüpften an die Essener Präventionskette für Kinder und Jugendliche an – eine langfristige Initiative, die durch gemeinsame Ziele und vernetzte Angebote erfolgreiche Entwicklungsverläufe fördern soll. Das Programm wird vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt, das für 2025 rund 14,3 Millionen Euro für kinderstark bereitstellt.
Die Veranstaltung machte deutlich, wie wichtig evidenzbasierte und ergebnisorientierte Prävention in der Kommunalpolitik ist. Die Essener Präventionskette und das übergeordnete kinderstark-Programm werden diese Ausrichtung weiterverfolgen. Die Landesförderung ermöglicht es, die Maßnahmen im kommenden Jahr auszubauen.






