15 April 2026, 00:40

Essen startet 2026 KI-Verkehrssystem COMO an der Ruhrallee im Praxistest

Eine belebte Stadtstraße mit Fahrzeugen, Strommasten, Ampeln, Schildern, Bäumen, Gebäuden und einem bewölkten Himmel.

Essen startet 2026 KI-Verkehrssystem COMO an der Ruhrallee im Praxistest

Essen testet ab 2026 KI-gestütztes Verkehrssystem COMO an der Ruhrallee

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Ab Januar 2026 wird Essen das digitale Verkehrssystem COMO an der Ruhrallee im Probebetrieb testen, um die städtische Mobilität, Sicherheit und Umweltverträglichkeit zu verbessern. Das Projekt wird vom Bundesverkehrsministerium im Rahmen seiner Initiative zur Modernisierung lokaler Verkehrsnetze gefördert.

Die Testphase läuft vom 19. Januar bis 28. Februar 2026 an der Kreuzung von Ruhrallee, Westfalenstraße und Wuppertaler Straße – einem stark frequentierten Knotenpunkt in der Nähe des Depots der Ruhrbahn GmbH. Hier kommt COMOs intelligente Infrastruktur zum Einsatz: Umwelt-sensoren messen Stickoxid- und CO₂-Werte, Kameras überwachen den Verkehrsfluss, LED-Matrixanzeigen liefern Echtzeit-Informationen, und KI-gesteuerte Ampeln regeln den Verkehr.

Das System sammelt und analysiert Daten aus verschiedenen Quellen in einer neu eingerichteten Verkehrsleitzentrale. Es passt Signale und Routen dynamisch an – etwa bei Verspätungen im Öffentlichen Verkehr, Baustellen oder erhöhter Luftverschmutzung. Die Ruhrallee wurde als Pilotstrecke gewählt, da sie sowohl verkehrstechnische als auch ökologische Herausforderungen vereint.

Während des Tests kann es zu kleineren Beeinträchtigungen kommen, während Techniker die Software und Hardware optimieren. Die Stadt Essen verspricht Transparenz: Über digitale Visualisierungen, öffentliche Berichte und Verknüpfungen mit der nationalen Mobilitätsdatenplattform Mobilithek werden Anwohner informiert. Datenschutz habe Priorität – eine individuelle Erfassung von Verkehrsteilnehmern finde nicht statt.

Bei Erfolg soll COMO ab 1. März 2026 in den Regelbetrieb an der Ruhrallee gehen. Ziel ist es, Staus zu reduzieren, Emissionen zu senken und den Verkehr für Autofahrer, Radfahrer und ÖPNV-Nutzer flüssiger zu gestalten.

Der Testlauf ist ein wichtiger Schritt in Essens Plan, das Verkehrsmanagement zu modernisieren. Mit KI und Echtzeitdaten könnte COMO zum Vorbild für andere Städte werden, um Mobilität und Umweltbelastung intelligenter zu steuern. Die Ergebnisse entscheiden, ob das System auf weitere Stadtteile ausgeweitet wird.

Quelle