04 May 2026, 08:35

Essen diskutiert Zukunft der Notfallkommunikation beim Blaulicht-Tag

Feuerwehrleute in Schutzausrüstung arbeiten an einem Feuerhydranten mit Rohren und Ventilen im Hintergrund.

Essen diskutiert Zukunft der Notfallkommunikation beim Blaulicht-Tag

Essen „Blaulicht-Tag“: Notfallkommunikation im Fokus

Die Notfallkommunikation stand in dieser Woche im Mittelpunkt des „Blaulicht-Tags“ in Essen. Vertreter aus Politik und Einsatzkräften diskutierten die Zukunft des Digitalfunks BOS und den dringenden Bedarf an einem krisensicheren Breitbandnetz. Bei den Vorführungen wurden sowohl die aktuellen Fähigkeiten als auch die künftigen Herausforderungen für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste deutlich.

Im Feuerwehrhaus Essen trafen sich dazu zentrale Akteure, darunter Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul und die Staatssekretärin im Innenministerium, Dr. Daniela Lesmeister. Reul betonte die lebenswichtige Bedeutung zuverlässiger Funkverbindungen: „Funk muss funktionieren – immer und überall.“ Seine Worte unterstrichen, wie entscheidend das System in Notlagen ist.

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Lesmeister warnte vor den Risiken unzureichender Frequenzen, die dazu führen könnten, dass Einsatzkräfte die Kontrolle über ihre Kommunikation verlieren. Gleichzeitig forderte sie den Ausbau der Breitbandtechnik: „Breitband ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit.“ Im Mittelpunkt der Debatte stand der Aufbau eines autonomen Netzes im UHF-Bereich zwischen 470 und 694 Megahertz.

Ein Praxistest fand bereits im September vergangenen Jahres statt, als ein Stromausfall in Berlin die Stabilität des Systems unter Beweis stellte. Trotz des Blackouts blieb der Digitalfunk BOS einsatzbereit – ein Beleg für seine Zuverlässigkeit. Die Veranstalter nutzten den „Blaulicht-Tag“, um diese Stärken zu präsentieren und gleichzeitig auf weiteren Handlungsbedarf hinzuweisen.

Die Veranstaltung zeigte Fortschritte, aber auch die anhaltenden Herausforderungen der Notfallkommunikation. Einig waren sich die Beteiligten darin, dass ein eigenes, krisenfestes Breitbandnetz für künftige Einsätze unverzichtbar ist. Für weitere Informationen steht die Koordinierungsstelle Digitalfunk BOS unter [email protected] zur Verfügung, Presseanfragen richten sich an die Pressestelle des Landesamts für Zentrale Polizeiliche Dienste Nordrhein-Westfalen.

Quelle