18 December 2025, 17:06

Einbürgerung in Deutschland: Ohne Pass meist keine Staatsbürgerschaft

Nahaufnahme einer Identitätskarte mit der amerikanischen Flagge und der Aufschrift "Critical Licence" auf der Vorderseite.

Richterentscheidung: In der Regel muss Identität bei Einbürgerung in Deutschland bewiesen werden - Einbürgerung in Deutschland: Ohne Pass meist keine Staatsbürgerschaft

Überschrift: Urteil: Nachweis der Identität in der Regel Voraussetzung für Einbürgerung in Deutschland

Teaser: Urteil: Nachweis der Identität meist Pflicht für Einbürgerung in Deutschland

Vorspann: Urteil: Identitätsnachweis für Einbürgerung in Deutschland grundsätzlich erforderlich

Artikeltext: Ein syrischer Mann, der seit 2014 in Deutschland lebt, wurde die Staatsbürgerschaft verweigert, nachdem er sich weigerte, einen syrischen Pass zu beantragen. Die Behörden in Mettmann, Nordrhein-Westfalen, lehnten seinen Antrag ab mit der Begründung, ein Pass sei für den Identitätsnachweis unverzichtbar. Der Fall gelangte schließlich vor das Bundesverwaltungsgericht, das ein früheres, für den Mann günstiges Urteil aufhob.

Der 1994 geborene Mann kam 2014 nach Deutschland und besitzt Asylstatus. Als er die deutsche Staatsbürgerschaft beantragte, bestanden die örtlichen Behörden in Mettmann darauf, dass er einen syrischen Pass vorlegen müsse, um seine Identität zu bestätigen. Da er dies verweigerte, wurde sein Antrag abgelehnt.

Das Urteil unterstreicht die grundsätzliche Pflicht von Einbürgerungsbewerbern, einen Pass vorzulegen – es sei denn, sie können nachweisen, dass dieser unzumutbar oder unmöglich zu beschaffen ist. Der Fall wird nun an das Verwaltungsgericht Düsseldorf zurückverwiesen, das die individuellen Umstände des Mannes genauer prüfen soll. Die endgültige Entscheidung hängt davon ab, ob er die strengen Voraussetzungen für alternative Identitätsnachweise erfüllt.