Düsseldorfs umstrittenes Drogenhilfezentrum: Proteste gegen Pläne in Oberbilk
Susan auch SchlauchinDüsseldorfs umstrittenes Drogenhilfezentrum: Proteste gegen Pläne in Oberbilk
Düsseldorf plant neues Drogenhilfezentrum in Oberbilk – Anwohner protestieren
Düsseldorf hat Pläne für ein neues Drogenberatungszentrum in Oberbilk vorgestellt, das in der Nähe des Hauptbahnhofs entstehen soll. Das Projekt orientiert sich am "Zürcher Modell" der Schadensminimierung, stößt bei Anwohnern jedoch bereits auf Widerstand. Über 2.200 Menschen haben eine Petition gegen die Pläne unterzeichnet und verweisen auf rechtliche Bedenken sowie Sicherheitsrisiken.
Der Stadtrat hat für das Vorhaben in diesem Jahr 3,3 Millionen Euro im Haushalt bereitgestellt. Ab diesem Sommer sollen dort Beratungsangebote, medizinische Versorgung und psychiatrische Betreuung in einem modularen System angeboten werden. Ziel ist es, Drogenkonsumierenden in dem Viertel strukturierte Hilfe zukommen zu lassen.
Die Kritik formiert sich zunehmend, angeführt von der "Bürgerinitiative Eisenstraße". Die Gegner argumentieren, der geplante Konsumraum verstoße gegen geltendes Recht. Anwohner, benachbarte Schulen und Kitas halten den Standort in einem Wohngebiet für ungeeignet.
Bei einer öffentlichen Versammlung am Donnerstagabend erhalten Bürger die Möglichkeit, ihre Bedenken vorzutragen. Vertreter aus der Sozialberatung und der Straßenarbeit werden anwesend sein, um die Pläne zu erläutern und Fragen zu beantworten.
Trotz des Widerstands soll das Zentrum in Oberbilk wie geplant vorankommen; die ersten Angebote starten in den kommenden Monaten. Die Stadtverwaltung betont, das Projekt folge einem erprobten Ansatz, während die Gegner weiterhin nach Alternativen suchen. Mit weiteren Diskussionen ist zu rechnen, je näher der Starttermin im Sommer rückt.






