Düsseldorfer Brustzentrum schließt: 'Was soll ich tun, wenn ich Krebs erneut bekomme?'
Anatol FrankeDüsseldorfer Brustzentrum schließt: 'Was soll ich tun, wenn ich Krebs erneut bekomme?'
Düsseldorfs Luisenkrankenhaus schließt bis Ende 2025
Die renommierte Brustkrebs-Klinik Luisenkrankenhaus in Düsseldorf wird bis Ende 2025 ihre Türen schließen. Die Entscheidung folgt auf die neue Krankenhausreform in Deutschland, die auf größere, spezialisierte medizinische Zentren setzt. Über 700 Patientinnen stehen nun vor der Herausforderung, mitten in der Therapie neue Behandlungsmöglichkeiten zu finden.
Die Belegschaft der Klinik wurde offiziell Mitte November über die Schließung informiert. Die Geschäftsführung wies Vorwürfe mangelnder Transparenz zurück und betonte, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter während des gesamten Prozesses auf dem Laufenden gehalten worden seien. Durch die Schließung verlieren mehr als 50 Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte sowie medizinische Fachangestellte ihre Arbeitsplätze – ihre Zukunft bleibt ungewiss.
Hinter der Schließung steht die Reform, die durch die Zusammenlegung kleinerer Kliniken zu größeren, spezialisierten Einrichtungen Effizienz steigern und Kosten senken soll. Das auf Brustkrebsbehandlung spezialisierte Luisenkrankenhaus passt nicht in dieses neue Konzept. Patientinnen, die sich derzeit in Behandlung befinden, müssen nun nach Alternativen suchen – doch eine konkrete Ersatzklinik wurde bisher nicht benannt.
Mit der für Ende 2025 geplanten Schließung müssen sich sowohl Patientinnen als auch Beschäftigte auf die Veränderungen einstellen. Da die Reform auf größere medizinische Versorgungszentren setzt, wird das Luisenkrankenhaus künftig nicht mehr als eigenständige Klinik weitergeführt. Betroffene müssen sich anderweitig um Versorgung bemühen, während die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einem unsicheren Arbeitsmarkt gegenüberstehen.