Düsseldorf testet unsichtbare Ladebordsteine für Elektroautos aus Rheinmetall-Produktion
Krzysztof LöfflerDüsseldorf testet unsichtbare Ladebordsteine für Elektroautos aus Rheinmetall-Produktion
Düsseldorf hat 14 neue Bordstein-Ladestationen für Elektrofahrzeuge installiert, die von Rheinmetall entwickelt wurden. Die Technologie integriert die Ladepunkte direkt in den Gehweg und macht so sperrige Säulen überflüssig. Bisher reagieren Stadtvertreter und Autofahrer positiv auf das System.
Die Ladebordsteine, so der Name der serienreifen Einheiten von Rheinmetall Power Systems, fügen sich nahtlos in das städtische Straßenbild ein. Im Gegensatz zu herkömmlichen Ladestationen sparen diese bordsteingebundenen Systeme Platz auf dem Gehweg und bieten Elektroauto-Besitzern gleichzeitig bequemen Zugang.
Das Unternehmen präsentiert die Innovation, um Käufer im wachsenden Markt für Elektroautos zu gewinnen. Zwar wurden noch keine konkreten Abnehmer genannt, doch die Flexibilität der Technologie – darunter die Kompatibilität mit Nachrüstsystemen wie CurbSwap – könnte Städte und Infrastrukturunternehmen ansprechen. Auch andere geschäftliche Weichenstellungen von Rheinmetall sorgen für Aufmerksamkeit. Der Verkauf der zivilen Sparte des Konzerns soll bereits im kommenden Jahr abgeschlossen sein. Gleichzeitig haben geopolitische Spannungen den Aktienkurs des Unternehmens in die Höhe getrieben; die Papiere legten zu, nachdem der russische Präsident Wladimir Putin jüngst mit neuen Drohungen aufgewartet hatte.
Der Düsseldorfer Pilotversuch zeigt, wie Bordstein-Ladestationen die Ladeinfrastruktur für Elektroautos in Städten ausbauen könnten. Mit seinem Engagement in diesem Bereich festigt Rheinmetall seine Position in einem wichtigen Wachstumsmarkt. Die nächsten Schritte des Unternehmens werden voraussichtlich vom Käuferinteresse und der weiteren geopolitischen Entwicklung abhängen.