Düren führt Kita-Gebühren wieder ein – Eltern protestieren gegen intransparente Pläne
Susan auch SchlauchinDüren führt Kita-Gebühren wieder ein – Eltern protestieren gegen intransparente Pläne
Kita-Gebühren kehren in Düren zurück – nach Jahren kostenfreier Betreuung
Der Kreistag in Düren berät heute über ein neues einkommensabhängiges Beitragssystem. Der Schritt folgt steigenden Schulden und einer Kursänderung der Bezirksregierung Köln.
Seit 2018 zahlen die meisten Eltern in Düren keine Kita-Gebühren mehr. Nur Haushalte mit einem Jahreseinkommen von über 120.000 Euro mussten bislang Beiträge leisten. Doch die wachsende finanzielle Belastung zwingt nun zum Umdenken.
Die Bezirksregierung Köln unterstützt mittlerweile die Wiedereinführung der Gebühren – ein Umschwung gegenüber ihrer früheren Haltung. Bis zum 23. Oktober hat sie den Kreis aufgefordert, eine detaillierte Stellungnahme vorzulegen. Falls das Vorhaben genehmigt wird, soll das neue System im August 2026 in Kraft treten, mit Kosten, die sich am Einkommen orientieren.
Der Elternbeirat des Jugendamts kritisiert die Pläne scharf und wirft der Verwaltung vor, das Verfahren sei intransparent. Gleichzeitig rechnet der Kreis durch die Änderungen mit Millionen-Mehreinnahmen. Am 1. November 2025 – kurz vor der finalen Entscheidung – treten ein neuer Kreistag und ein neuer Landrat ihr Amt an.
Ziel der geplanten Gebühren ist es, die Haushaltslage Dürens zu entlasten, ohne die Betreuung für Geringverdiener unerschwinglich zu machen. Die endgültige Entscheidung hängt nun von der Prüfung durch die Bezirksregierung ab. Eltern und Verantwortliche warten gespannt auf das Ergebnis der laufenden Beratungen.






