29 April 2026, 12:30

Düren führt Kita-Gebühren wieder ein – Eltern protestieren gegen intransparente Pläne

Plakat mit der Aufschrift 'Hohes Kosten von Kinderarbeit' auf blauem Hintergrund, weißer Text und weißer Umrandung, mit kreisförmiger Anordnung von verschiedenen Gesichtern um die Überschrift.

Düren führt Kita-Gebühren wieder ein – Eltern protestieren gegen intransparente Pläne

Kita-Gebühren kehren in Düren zurück – nach Jahren kostenfreier Betreuung

Der Kreistag in Düren berät heute über ein neues einkommensabhängiges Beitragssystem. Der Schritt folgt steigenden Schulden und einer Kursänderung der Bezirksregierung Köln.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Seit 2018 zahlen die meisten Eltern in Düren keine Kita-Gebühren mehr. Nur Haushalte mit einem Jahreseinkommen von über 120.000 Euro mussten bislang Beiträge leisten. Doch die wachsende finanzielle Belastung zwingt nun zum Umdenken.

Die Bezirksregierung Köln unterstützt mittlerweile die Wiedereinführung der Gebühren – ein Umschwung gegenüber ihrer früheren Haltung. Bis zum 23. Oktober hat sie den Kreis aufgefordert, eine detaillierte Stellungnahme vorzulegen. Falls das Vorhaben genehmigt wird, soll das neue System im August 2026 in Kraft treten, mit Kosten, die sich am Einkommen orientieren.

Der Elternbeirat des Jugendamts kritisiert die Pläne scharf und wirft der Verwaltung vor, das Verfahren sei intransparent. Gleichzeitig rechnet der Kreis durch die Änderungen mit Millionen-Mehreinnahmen. Am 1. November 2025 – kurz vor der finalen Entscheidung – treten ein neuer Kreistag und ein neuer Landrat ihr Amt an.

Ziel der geplanten Gebühren ist es, die Haushaltslage Dürens zu entlasten, ohne die Betreuung für Geringverdiener unerschwinglich zu machen. Die endgültige Entscheidung hängt nun von der Prüfung durch die Bezirksregierung ab. Eltern und Verantwortliche warten gespannt auf das Ergebnis der laufenden Beratungen.

Quelle