Duisburger Bolzplatz am Kreuz Kaiserberg wird zum Kulturerbe – mit Asche und Tradition
Anatol FrankeDuisburger Bolzplatz am Kreuz Kaiserberg wird zum Kulturerbe – mit Asche und Tradition
Die Bolzplätze am Kreuz Kaiserberg in Duisburg sind offiziell als immaterielles Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen anerkannt worden. Nach einer umfassenden Sanierung ist der Belag nun wieder mit seiner traditionellen Asche bedeckt – ermöglicht auch durch eine Spende von 20.000 Euro des Lions Club Duisburg Concordia.
Die neu renovierte Anlage wurde mit einem feierlichen Eröffnungsspiel eingeweiht, das der ehemalige Schalke-Legende Bernard Dietz mit dem Anpfiff eröffnete. Die rote Mannschaft sicherte sich im ersten Spiel auf dem frischen Belag einen 2:0-Sieg. Dietz bemerkte später, dass das Kreuz Kaiserberg schon immer ein harter Spielort gewesen sei – selbst für einige der besten Torjäger der Bundesliga.
Die Sanierung kostete insgesamt 43.000 Euro, wobei fast die Hälfte vom Lions Club Duisburg Concordia finanziert wurde. Dessen Beitrag ermöglichte die Rückkehr zum ursprünglichen Aschebelag, der für seine Langlebigkeit und seinen nostalgischen Charme bekannt ist. Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link feierte den Anlass mit einem scherzhaften Zitat: „Helden werden auf Asche geboren.“
Von dem Projekt profitiert auch die benachbarte Grundschule am Berg. Da die Schule über keine eigene Turnhalle verfügt, haben die Schülerinnen und Schüler nun einen ordentlichen Platz für Sport und Spiel.
Der restaurierte Bolzplatz am Kreuz Kaiserberg steht nun wieder für den regulären Betrieb bereit. Sein Status als immaterielles Kulturerbe sichert ihm einen festen Platz in der Sportgeschichte der Region. Die Gemeinschaft – einschließlich der nahegelegenen Schule – wird den Ort noch viele Jahre nutzen können.






