17 January 2026, 14:10

DRK-Präsidentin fordert flächendeckende Erste-Hilfe-Schulungen für ganz Deutschland

Ein Plakat mit einer Weltkarte und dem Text "Wo die Opfer sind: Retten Sie die Überlebenden - 3.950.000 hungernde Menschen" soll auf die Auswirkungen des Krieges und die Notwendigkeit von Maßnahmen aufmerksam machen.

DRK-Präsidentin fordert flächendeckende Erste-Hilfe-Schulungen für ganz Deutschland

Gerda Hasselfeldt, Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), hat gewarnt, dass Deutschlands Katastrophenvorsorge für große Notfälle weiterhin unzureichend ist. Sie setzt sich nun für eine flächendeckende Schulung der Bevölkerung in Erster Hilfe und Grundversorgung ein, um die Vorbereitung im ganzen Land zu verbessern.

Hasselfeldt fordert verbindliche Wiederbelebungstrainings an Schulen und schlägt vor, ab der 7. Klasse jährlich mindestens zwei Unterrichtsstunden dafür einzuführen. Als Vorbild nennt sie andere Länder, in denen ähnliche Programme bereits Erfolge zeigen.

Zudem rief sie Haushalte dazu auf, Notvorräte für mindestens drei Tage – idealerweise für zwei Wochen – anzulegen. Dazu gehören Trinkwasser, lang haltbare Lebensmittel, Hygieneartikel und Medikamente. Auch eine Kurbeltaschenlampe und ein Kurbelradio wurden empfohlen. Über die Schulen hinaus plädiert Hasselfeldt für leichter zugängliche Erste-Hilfe-Kurse für die Allgemeinbevölkerung. Diese sollten nicht nur Grundversorgung, sondern auch Selbstschutzmaßnahmen in Krisensituationen vermitteln. Ihre Warnungen folgen der Sorge, dass die aktuelle Vorbereitung Deutschlands den Anforderungen eines worst-case-Szenarios nicht gerecht wird.

Die Vorschläge des DRK zielen darauf ab, die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung durch praktische Schulungen und besser ausgestattete Haushalte zu stärken. Falls umgesetzt, könnten die Maßnahmen lebensrettende Fähigkeiten verbreiten und die Reaktion auf künftige Notfälle verbessern.