Drei schwere Fahrradunfälle im Rhein-Kreis Neuss: Warum Herbst und Winter so gefährlich sind

Karlheinz Mies
Karlheinz Mies
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Eine Gruppe von Menschen in Helmen fährt nachts mit Fahrrädern eine Stadtstraße hinunter, beleuchtet von Stadtlichtern.Karlheinz Mies

Drei schwere Fahrradunfälle im Rhein-Kreis Neuss: Warum Herbst und Winter so gefährlich sind

Drei schwere Fahrradunfälle im Rhein-Kreis Neuss im November 2025 – Polizei warnt vor erhöhten Risiken im Herbst und Winter

Im November 2025 ereigneten sich im Rhein-Kreis Neuss drei schwere Fahrradunfälle. Nasse Blätter, schlechte Sichtverhältnisse und das Fehlen von Helmen verschärften die Situation. Die Polizei ruft alle Verkehrsteilnehmer zu erhöhter Vorsicht auf, da Herbst und Winter für Radfahrer besonders gefährlich sind.

Bei einem Unfall in Grevenbroich stürzte ein alkoholisierter Radfahrer nach einer Kollision mit nassen Blättern und zog sich dabei eine schwere Kopfverletzung zu. Der Mann trug keinen Helm. In einem weiteren Vorfall geriet ein Radfahrer auf nasser Fahrbahn mit dem Reifen in die Straßenbahnschienen, erlitt eine tiefe Schnittwunde und multiple Prellungen – auch hier ohne Schutzhelm.

Ein 14-jähriger E-Bike-Fahrer in Dormagen verletzte sich ebenfalls schwer, nachdem er die Vorfahrt missachtet hatte. Wie die anderen Unfallopfer trug auch er keinen Helm. Vorläufigen Polizeiberichten der Kreisverwaltung Neuss zufolge verunglückten zwischen Januar und November 2025 rund 150 Radfahrer. Allein im Oktober gab es 21 Unfälle – weniger als im Sommer, aber dennoch besorgniserregend.

Die Behörden betonen, wie wichtig es ist, dass Radfahrer Helme tragen, reflektierende Kleidung und Beleuchtung nutzen sowie die Verkehrsregeln einhalten. Nasse Straßen, schlechte Beleuchtung und eingeschränkte Sicht machen Herbst und Winter zu einer besonders riskanten Jahreszeit. Auch Autofahrer werden aufgefordert, ihre Geschwindigkeit anzupassen, vorausschauend zu fahren und ihre Mitverantwortung für die Sicherheit im Straßenverkehr wahrzunehmen. Regelmäßige Kontrollen der Ausrüstung, klare Kommunikation und defensives Fahren können zusätzlich helfen, Unfälle zu vermeiden.

Die endgültigen Unfallstatistiken für 2025 werden voraussichtlich 2026 veröffentlicht, sobald die offiziellen Daten ausgewertet sind. Bis dahin appelliert die Polizei an alle Verkehrsteilnehmer, durch einfache Vorsichtsmaßnahmen wie das Tragen von Helmen und die Anpassung an Wetterbedingungen die Zahl schwerer Unfälle zu verringern.

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